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Vom Wert des Abiturs

16.03.2020 - Werner Pfau

Während das Abitur zum häufigsten gewählten Abschluss geworden ist, ist die Diskussion um seinen Wert, und damit um Allgemeinbildung und Studierfähigkeit überhaupt, in vollem Gange. Von den Universitäten sind immer öfter Stimmen zu hören, die fehlende oder sinkende Fähigkeiten beklagen, insbesondere was Wissenschaftspropädeutik betrifft. Zusätzliche Vorbereitungskurse sollen vermitteln, was in der Schule offenbar nicht vermittelt wurde. Die Einführung von Eingangstests für Erstsemester ist im Gespräch, teilweise offen, teilweise, wie man hört, hinter vorgehaltener Hand.

Unser Schwerpunkt beleuchtet das Thema von verschiedenen Seiten. Jürgen Burger, intimer Kenner bundesdeutscher und insbesondere Bremer Bildungspolitik, gibt einen Überblick über die Entwicklung des Abiturs in den letzten Jahrzehnten. Prof. Volker Ladenthien, seines Zeichens emeritierter Didaktiker an der Uni Köln, beschreibt, was er als – im Vergleich zu früher – Defizite der Studierenden erfährt. Er hat hunderte von Mails und mittlerweile etwa 1500 Klausuren ausgewertet. Thema ist auch die Konkurrenz von Gesamtschulen und Gymnasien: Peter Grothe plädiert für die Einheitsschule bei stärkerer sozialer Durchmischung der 'Zöglinge'.

Unser Dank gilt dem Bremer Schulmuseum, das die großartigen Jahrgangsfotos aus Gymnasialen Oberstufen zur Verfügung gestellt hat. Das Schulmuseum bittet übrigens darum, dass man ihm aktuelle Fotos aus Bremer Schulen zukommen lässt, so dass es seine Sammlung fortschreiben kann.

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