GEW Bremen
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1. Mai 2021 in Bremen auf der Bürgerweide

Kundgebung ab 11:00 Uhr - nicht wie gewohnt auf dem Marktplatz, sondern pandemiebedingt auf der Bürgerweide

1. Mai in Bremen – Bürgerweide | Kundgebung ab 11:00 Uhr

Liebe GEW-Kolleg:innen!

Da als Hauptrednerin Marlis Tepe – Bundesvorsitzende der GEW – in Bremen sein wird, bitten wir euch, frühzeitig da zu sein und euch – mit dem gebotenen Abstand und mit Masken (sogenannte OP- oder FFP2-Masken) – direkt vor der Bühne zu versammeln. Bringt eure Gewerkschaftsschals mit, eure Fahnen und eure Statements zum 1. Mai.  Dezentral werden zudem an verschiedenen Ausgabestellen DGB-Schals und auch GEW-Fahnen verteilt.

  • Begrüßung
    Annette Düring | DGB-Vorsitzende Bremen 

  • Mai-Rede
    Marlis Tepe | GEW Bundesvorsitzende 

  • Beiträge
    Solidarisch für unser JETZT! | DGB Jugend 
    Susanne Meister | BR-Vorsitzende bei real 

 
Bringt eure Gewerkschaftsschals mit, eure Fahnen und eure Statements zum 1. Mai. Wir haben eine Foto-Aktion vor!  
Kundgebung natürlich mit Masken und Abstand, was denkt ihr denn!  

Das Programm der Kundgebung steht aufgrund der Pandemielage unter Vorbehalt. 
Daher sind aktuelle Informationen rund um die 1. Mai Kundgebung auf unserer Webseite zu finden:

Ab 14:00 bundesweiter Livestream
[mehr erfahren...]

SOLIDARITÄT IST ZUKUNFT! – Marlis Tepe

Termin
01.05.2021, 11:00 Uhr
Veranstaltungsort
Bürgerweide

28215 Bremen
Kalendereintrag herunterladen (ICS)
 Routenplaner

Wenn  wir  in  den  langen  Monaten  der  Pandemie  eines  gelernt  haben,  dann  das:  Niemand  bewältigt  diese Krise allein. Nur als Wir, nur wenn wir gemeinsam handeln, finden wir den Weg in eine gute Zukunft.  
Mit  guten  Arbeitsbedingungen  für  alle  in  einer  gesunden  Umwelt.  Nur  gemeinsam  mit  allen  Beschäftigten und mit Unternehmen, die ihrer gesellschaftliche Verantwortung gerecht werden und nicht auf schnelle Profite setzen, wird es uns gelingen rasch die Krise zu überwinden. 
Nur  gemeinsam  werden  wir  die  weitere  Spaltung  der  Gesellschaft  verhindern.  Wenn  nicht  jeder  nur an  sich  denkt,  sondern wenn wir füreinander  einstehen,  werden  wir  unsere  Demokratie  stärken.  
Solidarität ist für uns kein Fremdwort sondern gelebter Alltag. Nicht nur am 1. Mai, an jedem Tag im Jahr!

Solidarität ist die Zukunft der Arbeitswelt:

Die Beschäftigten sind dort viel besser durch die Krise gekommen, haben mehr verdient und sind besser geschützt, wo sich viele in Gewerkschaften organisieren. 
Denn in solchen Betrieben konnten und können sie sich gegenseitig unterstützen, mitbestimmen und für gute Tarifverträge kämpfen. Und nur gemeinsam können wir die Transformation der Arbeitswelt im Sinne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gestalten.
Solidarität ist die Zukunft des Sozialstaats: Nicht der Markt hat uns durch die Krise geholfen, sondern ein starker Sozialstaat. Deswegen gilt es nach der Krise mehr denn je, den Sozialstaat zu stärken und auszubauen. Unsere Systeme der sozialen Sicherung müssen allen ausreichenden Schutz bieten. Facharbeitern und Angestellte genauso wie Soloselbständigen und Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen. 

Solidarität ist die Zukunft der Bildung:

Kinder aus reichem Elternhaus kommen oft besser durch die Krise als die aus armen Verhältnissen. Sie haben die nötigen Computer und oft auch mehr Unterstützung. 
Das darf nicht so bleiben. Bildung darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Wir brauchen ein gut finanziertes, technisch und personell gut ausgestattetes öffentliches Bildungssystem für alle.

Solidarität ist die Zukunft für Menschen:

Viele Frauen haben gezwungenermaßen neben der Arbeit zusätzlich viel mehr Aufgaben in der Familie übernommen, sie haben einen Rückfall in alte Geschlechterrollen erlebt. Solidarisch ist, wenn Frauen und Männer dieselben Chancen in Arbeitswelt und Gesellschaft haben -- und in Familien dieselbe Verantwortung für Sorge- und Erziehungsarbeit übernehmen. 

Solidarität ist die Zukunft für Deutschland und Europa:

Die Brücken bröckeln, viele Schulen müssen  renoviert, das Internet schneller werden. Wir und unsere Nachbarländer müssen endlich mehr in die Zukunft investieren — in Infrastruktur, in Bildung, in Soziales, in Digitalisierung, bezahlbares Wohnen, nachhaltige Mobilität. Und natürlich müssen Vermögende und Superreiche stärker als bisher an der Finanzierung des Gemeinwesens beteiligt werden.

Solidarität ist kein Luxus, den wir uns in guten Momenten mal kurz leisten sollten. Sie ist das Mittel gegen Hetze und Spaltung, sie verhindert die Ausgrenzung von Menschen und sie nimmt Menschen die Angst, zurückgelassen  zu  werden.  Sie  hilft  damit  gegen  die  extreme Rechte und  Verschwörungsideologen. 
Solidarität ist das Fundament der Demokratie. Am Tag der Arbeit reden wird darüber — vor Ort und digital. 
Solidarität ist Zukunft!