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Frischluft

Das waren ` mal erfreuliche Meldungen in der größten, besten und informativsten Bremer Tageszeitung vom 15.8., sozusagen eine Sonntagsmeldung:

Bonuszahlungen im öffentlichen Dienst Bremens.

16.08.2010

Ja, haben wir darauf nicht schon lange gewartet, ist es nicht an der Zeit, dass Bremen sich an die Gepflogenheiten gut florierender Konzerne und Banken anpasst, eine Entwicklung, die international und national Gang und Gebe( englisch give the gang!) ist?- Also schon lange überfällig. Für die arbeitende Bevölkerung, die sich 8-10 Stunden am Tag für Bremen abrackert und das öffentliche Leben in unserer Stadt gewährleistet, was sage ich, erst möglich macht: Die Feuerwehrleute, die Polizisten, die Müllwerker, die Verwaltungsangestellten in den Behörden der Stadt, die Lehrerinnen und Lehrer ,die Erzieherinnen, die die Kinder vormittags von den Straßen fernhalten und mit guter Bildung ausreichend versorgen, damit öffentliches Leben auch morgen noch möglich ist.
Und am Sonnabend, dachte ich schon, es trifft wieder nur die Intendanten der öffentlichen Sendeanstalten. Da zahlt Bremen immerhin um die 150.000 im Jahr. Gehalt, allerdings, nicht Bonus.
Und so, in die Zeitung versunken, ging der Traum in meinem Kopf irgendwie weiter und näherte sich fast schon Ackermannschen 10 Millionen im Jahr. Und dann fiel es wie Schuppen von den Augen, es war nicht von Klassenleitungen und Projektleitungen und Jahrgangsleitungen und Schulleitungen die Rede, es ging um Gewoba, Krankenhäuser und andere outgessourcte Bremer Dienste, von denen es fast 240 geben soll, und die nach Rechtsauffassung einiger Kritiker vom Parlament gar nicht mehr kontrollierbar sind. Und da geht das gute Geld wieder ganz nach oben, in die Geschäftsleitung.
Na, ja immerhin ein Anfang, denn die bringen durch ihre 16-20 stündigen täglichen Topleistungen auch viel Geld in die Bremer Staatskasse. Und das kann man von uns ja wirklich nicht behaupten.

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