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CoronaUmsetzen statt ignorieren!

Die GEW fordert den Senat auf, die Empfehlungen des RKI jetzt umzusetzen

23.11.2020

Die GEW Bremen erwartet, dass die Empfehlungen der zentralen Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsprävention (RKI) inmitten einer Pandemie vom Senat ernstgenommen und umgesetzt werden. „Die Einführung einer erweiterten Maskenpflicht in Schule ersetzt das Fehlen des Abstandgebotes nicht.“ sagt Elke Suhr, Landesvorstandssprecherin der GEW Bremen.

„Das RKI empfiehlt ab einem Inzidenzwert von 50 neben den Masken für alle Schulstufen auch eine Verkleinerung der Gruppen.“

Auch wenn das Tragen von Masken laut RKI dazu beiträgt, das Infektionsgeschehen zu verringern und es deshalb gut ist, dass jetzt mit der 21. Corona-Verordnung eine erweiterte Maskenpflicht auch in der Sekundarstufe gelten soll, reicht dieser Schritt alleine nicht aus. Zum einen verändert dies noch nichts für die Schüler*innen und das Personal in den Klassen 1-6, zum anderen verkennt dies auch die Realität an vielen Schulen, in denen die Schüler*innen die Masken nur bei Anwesenheit von Personal tragen. „Wir erhalten immer wieder Rückmeldungen von Kolleg*innen aus der Sekundarstufe II, dass viele Schüler*innen die Maske immer erst dann ordnungsgemäß aufsetzen, sobald sie selber den Raum betreten.“ sagt Suhr. „Das kann nach den neuen Regeln nun dazu führen, dass Schüler*innen fälschlicherweise nicht in Quarantäne geschickt werden.“

Deshalb muss den Schulen jetzt endlich die Möglichkeit eingeräumt werden, durch das Verkleinern der Gruppen auch das Abstandsgebot einzuhalten. Denn erst dann finden in Schule endlich die AHA-Regeln Anwendung und die infektionspräventiven Empfehlungen des RKIs können umgesetzt werden. Kleinere Gruppen bedeuten nicht nur, dass Abstände eingehalten werden können sondern auch, dass die Belastung durch Aerosole im Klassenraum verringert wird, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit einer Infektion und die Anzahl der möglichen Betroffenen stark verringert.

Um Bildung im Pandemiewinter gewährleisten zu können, muss die Gesundheit aller Beteiligten geschützt werden. Und das geht nur, wenn die präventiven Maßnahmen konsequent umgesetzt werden.

Für Nachfragen steht zur Verfügung:
Elke Suhr

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