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CoronaGEW: Verschiebung der Abiturtermine um sechs Wochen ist nicht realistisch

Sie fordert Senatorin Claudia Bogedan aber auf, die sechswöchige Verschiebung der Abiturprüfungen zurückzunehmen und sich mit den relevanten Akteur*innen aus beiden Städten in einen regelmäßigen Austausch zu begeben.

27.01.2021 - Elke Suhr

„Die Senatorin muss die Realität an den Schulen dringend zur Kenntnis nehmen und sollte die Kompetenzen vor Ort nutzen und vor wichtigen Entscheidungen einbeziehen.“, äußert sich GEW-Landesvorstandssprecherin Elke Suhr über die angekündigte Verschiebung der Abiturprüfungen in den Juni.

„Die Verschiebung lässt Lehrkräften kaum Zeit für Korrekturen. Nachschreibtermine und Nachprüfungen vor Schuljahresende sind nicht realisierbar. Dies führt für Schüler*innen und das Personal zu einer sehr unplanbaren Situation.“

Die GEW begrüßt die Bemühungen der Senatorin bundesweit anerkannte Abschlüsse auch unter Coronabedingungen zu sichern. Sie fordert Senatorin Claudia Bogedan aber auf, die sechswöchige Verschiebung der Abiturprüfungen zurückzunehmen und sich mit den relevanten Akteur*innen aus beiden Städten (u.a. Schüler*innen, Eltern, Mitbestimmung, Gewerkschaft, Gesundheitsamt) in einen regelmäßigen Austausch zu begeben, um gemeinsam umsetzbare Lösungen für die Schulen unter Pandemiebedingungen zu erarbeiten.

Die Prüfungen müssten ausgesetzt oder an die wirklich unterrichteten Inhalte angepasst werden, fordert Suhr. Hierzu bedarf es z.B. eines größeren Pools an Aufgaben, aus denen die Prüfungsinhalte ausgesucht werden können.

„Statt bewährte Grundstrukturen und Abläufe zu verändern, sollten Prüfungsinhalte fachbezogen gezielt reduziert werden“

ergänzt Landesvorstandssprecher Jan Ströh: „Dafür müsste die Behörde in einen Dialog mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort einsteigen.“ 

Auch das Festhalten an den Vergleichsarbeiten Vera 8 in einer Pandemiesituation sei eine mehr als unnötige Belastung für alle Beteiligten. Vera sollte abgesagt werden.

Für Nachfragen steht zur Verfügung:
Elke Suhr | Jan Ströh