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Frühkindliche BildungFachkräftemangel und frühe Bildungsqualität

GEW Bremen zur Bertelsmann-Kita-Studie

27.09.2019 - Christian Gloede

Das Ländermonitoring der Bertelsmann-Stiftung macht nach den Worten des GEW-Landesvorstandssprechers Christian Gloede deutlich:

„Es hapert an Fachkräften und in der Folge sinkt Bildungsqualität in dem Maße wie die Belastung der Kolleg*innen steigt.“

Dies sei allerdings seit langem so bekannt wie spürbar. „Aber es mag hilfreich sein, Politik weiter unter Druck zu setzen, endlich die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen und die notwendigen Gelder zur Verfügung zu stellen. Ein Kita-Sozialindex reicht nicht aus. Wir brauchen neben Investitionen im Bereich „Bau“ dringend eine Ausbildungs- und Qualifikationsoffensive, um Fachkräfte zu gewinnen resp. weiterzubilden.

Dazu ist deutlich mehr nötig, als lediglich die Gehälter zu erhöhen.

Um gute Bildungschancen zu schaffen, müssen die Lern- und Arbeitsbedingungen in den Kitas deutlich verbessert werden. Zumindest müssen jetzt Verabredungen getroffen werden, dies in absehbarer Zeit zu gewährleisten.“ Hierzu gehörten vorrangig die Verkleinerung der Kitagruppen, um mehr Differenzierung und Individualisierung in der frühen Bildungsarbeit zu erreichen

Finanzpolitisch ist dies nach Auffassung der GEW nur über eine konzertierte Aktion von Bund, Länder und Kommunen vorstellbar. „Der Föderalismus oder die Frage des Reichtums einer Gemeinde darf nicht über die Bildungschancen der Kinder entscheiden“, so Gloede weiter. Aber auch der rotgrünrote Senat dürfe nicht aus seiner Verantwortung entlassen werden.
„Die haushaltslose Zeit, die in diesem Bundesland droht, darf nicht zu einer Kitaplatz- und Fachkraftlosen Zeit werden!“

Nachfragen an: 
Christian Gloede | mobil 0174-9790755

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