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Der Notfall ist eingetreten!

200 Lehrkräfte, Eltern und Schüler*innen im Bremerhavener „Bündnis für Bildung“ ermöglichten am 13. September den Mitgliedern des Ausschusses für Schule und Kultur die bestbesuchteste Sitzung seit Jahrzehnten. Sie hatten auch ein Anliegen. Mit dem Sprechchor „…“ wiesen sie auf die Situation in den Schulen zu Schuljahresbeginn hin. Sabine Martens, Nicole Wind und Olaf Hüllen sowie die Elternvertreterin Frau Kindervater und … von der SV der Immanuel-Kant-Schule schilderten eindringlich, was es bedeutet, wenn 39 Stellen nicht besetzt sind, von vorn herein die Lehrer*innenversorgung lediglich bei 96,6 % liegt und eine 6%-ige Vertretungsreserve nur auf dem Papier steht.

28.09.2016 - Informationen des Stadtverbandes Bremerhaven 9/2016

Die Aussagen der Parteienvertreter*innen waren in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert, denn alle kamen zu Wort. Für viele Unterstützer*innen des Bündnisses, insbesondere denen, die nicht regelmäßig den ASK besuchen, ergab sich ein umfangreicher Einblick in die Gedankenwelt der Kommunalpolitik. Immerhin bestritt keine Partei die angespannte Lage in den Klassenzimmern. Ebenso wenig war der Trend zu Allgemeinplätzen unverkennbar – und jener der Unverbindlichkeit (…Wir setzen uns ein…“).

Nach gut einer Stunde der Erörterung des Notfalls machten die Demonstrant*innen deutlich, dass dies nicht reicht. Auf der Grundlage unseres Papiers zur Personalentwicklung erfolgte eine Einladung zu einem bildungspolitischen Hearing am 31. Oktober. Dann sind die Parteien aufgefordert, eindeutig Stellung zu folgenden Fragen zu beziehen:

  • Welche konkreten Maßnahmen will der Schulausschuss zur Verbesserung der Lern- und Arbeitssituation ergreifen?
  • Welche politischen Initiativen startet der ASK, um außerhalb der kommunalen Zuständigkeit eine verbesserte Ausstattung der Schulen zu erreichen?
  • Welche Konzepte sind auch mittelfristig dazu geeignet, dem Notstand abzuhelfen?


Gleich nach den Ferien trifft sich dass Bündnis zur Vorbereitung des Hearings – wir bitten alle Kolleg*innen darum, sich folgende Termine zu notieren.

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