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Bundeswehr sichert Bildungsrecht für Frauen – Hochschule Bremen auf neuem digitalen (Kriegs-)Pfad?

„Nur noch mit Ironie kann manche Entwicklung Bremischer Hochschulen zur Kenntnis genommen werden“, kommentiert Christian Gloede, Landesvorstandssprecher der GEW, die geplante Einrichtung eines Dualen Informatikstudiengangs in Kooperation mit der Bundeswehr. Die GEW stellt sich auf die Seite derjenigen Beschäftigten und Studierenden der Hochschule Bremen, die diese Pläne von Anfang an kritisch hinterfragt haben und eine Kooperation mit der Bundeswehr im Rahmen eines Dualen Studiengangs ablehnen.

27.04.2016 - Christian Gloede

Bremen – Die Argumentation der Rektorin der Hochschule, dass nicht die gewählten akademischen Gremien, sondern das Rektorat über derartige Kooperationen zu entscheiden habe, sieht die GEW als Ausdruck der Angst vor kritischen Diskussionen und als bedenkliches Zeichen im Hinblick auf die Selbstverwaltung von Hochschulen.

Dies ist ein weiterer Schritt der Bundeswehr, ihren Einfluss auf das Bildungswesen auszuweiten. Dies lehne die GEW entschieden ab. „Wir brauchen Kooperationen, die auf ein ziviles Miteinander von Menschen und Völkern ausgerichtet sind. Wir brauchen eine Intensivierung von Sozial- und Friedensforschung – und nicht eine Ausweitung digitaler Aggressionsphantasien, die womöglich noch frauenfördernd daherkommen“, so Gloede.

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