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Beschluss über Bau neuer Kitas gut und überfällig –

04.12.2016 - GEW fordert nun Absicherung und Ausbau der Ausbildungsqualität als Maßnahme gegen den Fachkräftemangel | von Christian Gloede

„Notwendig ist nun ein zügiges Ausschreibungsverfahren, damit auch irgendwann gebaut werden kann. Notwendig ist aber auch, schnellstmöglich die Ausbildungskapazitäten für sozialpädagogische Fachkräfte deutlich zu erhöhen“, fordert Christian Gloede, Landesvorstandssprecher der GEW. „Wir brauchen nicht nur zusätzliche Fachkräfte in den Kitas, sondern durch den gewollten Ausbau zu Ganztagsschulen werden auch hier Menschen mit dieser Qualifikation gebraucht. Eine Konkurrenz oder ein Kampf um die gleichen Fachkräfte zwischen den Einrichtungen der Frühen und schulischen Bildung geht zu Lasten der Qualität.

Bremen - „Wer die Ausbildungskapazitäten erhöhen will – und da führt kein Weg dran vorbei, sei es für sozialpädagogische Fachkräfte oder Lehrerinnen und Lehrer – muss auch an den Ausbildungsorten die Rahmenbedingungen dafür schaffen“, so Gloede weiter. Die GEW schlägt vor, beim Ausbau der Ausbildung von sozialpädagogischen Fachkräften dabei nicht nur die bestehenden Fachschulen für Sozialpädagogik in den Blick zu nehmen, sondern in enger Abstimmung mit dem Studiengang Bildungswissenschaften/Elementarpädagogik der Uni Bremen die Ausbildung und Weiterqualifizierung zu konzipieren.

„Die Erstellung eines Bildungsplans von 0-10 Jahre, wie er in Bremen nun unter fachlicher Anleitung von Prof. Ulla Carle in Angriff genommen werden soll, muss sowohl auf der Ausbildungsebene wie in der zukünftigen Einstellungspraxis Konsequenzen haben“, fordert Gloede mit Blick auf die Ausbildung von Frühpädagog*innen.

Ein „Quereinsteiger-Modell“, wie es die Senatorin ins Auge fasst, sei nach Auffassung der GEW wohl unumgänglich, da einige Jahre ins Land gehen werden, bis die ab jetzt ausgebildeten Fachkräfte in die Kitas und Schulen kommen – es müsse aber in hohem Maße fachlich begleitet werden und mit verpflichtenden Qualifizierungen einhergehen.

Notwendig sei darüber hinaus, das gesamte Berufsfeld in Bremen attraktiver zu machen. Dazu gehörten gute Arbeitsbedingungen wie auch gerechte Gehälter, unabhängig davon, ob Fachkräfte in einer Kita oder Ganztagsgrundschule arbeiteten. Hier hätte auch Bremen großen Nachholbedarf, „damit uns die Leute nicht weglaufen“, so Gloede.

Im Übrigen stehe ein ähnlicher Beschluss zum Bau weiterer Grundschulen aus. Auch hier sei der Handlungsbedarf immens bei der über Jahre hinaus steigenden Zahl von einzuschulenden Kindern.

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