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Abwarten auf Knochen der Kolleg*innen

Die Bemessung mit Leitungsstellen ist in keiner Schulstufe geringer als in der Grundschule. Dessen ungeachtet erwartet die Öffentlichkeit einen reibungslosen Ablauf des Schulbetriebes. Die Verantwortung tragen die Schulleitungen. Was sie mindestens erwarten können, ist die Rückendeckung der (Kommunal-)Politik.

18.05.2016 - Bernd Winkelmann

Bremerhaven – An der Fichte- und Altwulsdorfer Schule wird gerade wieder ein Beispiel gegeben, dass die Aussage: „Auf den Anfang kommt es an“ – nichts wert ist.

Jede Schule, unabhängig von ihrer Größe, muss gewisse Grundfunktionen erfüllen. Die Schulleitungen haben dabei vielfältige Aufgaben, die nicht „nebenbei“ aus der Entfernung erledigt werden können. Jede Schule benötigt mithin eine eigenständige Leitung, alle anderen Verfahrensweisen führen zu Mehrbelastungen. Dies ist allen Akteuren bekannt, umso mehr erstaunt die Blockade der CDU. Deren „Argumente“ sind nämlich wenig stichhaltig:

  • bei der Schulleitungs-„Stelle“ geht es um keine neue Stelle, sondern um die Aufwertung um eine Gehaltsstufe und einige Freistellungsstunden. Diese Summe, will man sie „sparen“, rettet keinen Haushalt;
  • von einer Schüler*innenzahlenentwicklung ohne Zuwachs ist nicht auszugehen, deshalb hat der Schulausschuss auch für die Einrichtung zusätzlicher Klassen an verschiedenen Standorten gestimmt, einschließlich der Fichteschule, mit den Stimmen der CDU;
  • und sollte wider Erwarten die Situation in Wulsdorf es erforderlich machen, den Standort „Fichteschule“ aufzugeben, dann gibt es durch Pensionierungen genügend Möglichkeiten, die Leitungsperson amtsangemessen einzusetzen.

Worum es wirklich geht, lässt sich nur vermuten. Zur Profilierung der CDU im bildungspolitischen Bereich ist dieses „Abwarten“ jedenfalls kaum geeignet.

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