GEW Bremen
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Nein sagen!Mit phantasievollen Aktionen zum Wir-Gefühl

GEW und Kollegien müssen mehr für ihre Interessen eintreten, sich mehr verweigern

16.12.2018 - Margit Frey, Grundschullehrerin Parsevalstrasse

Inklusion geht uns alle an. Nicht nur als GEW-Mitglieder stehen wir in unserem Kollegium hinter dem Konzept. Aber was ist daraus geworden?  Die personelle Ausstattung der Schulen entsprach nicht einmal annähernd dem, was wir gebraucht hätten.  Bei zwei Stunden sonderpädagogischer Betreuung pro Klasse und Woche schaffen wir es nur halbherzig Inklusion umzusetzen: Integrativ, so gut es geht, aber nicht so wie wir es wollen, versuchen wir dem Anspruch gerecht zu werden.

Die Politik prahlt, dass  Bremen, als Vorreiter der Inklusion auf ein gut funktionierendes Konzept zurückgreift. Ja, auf dem Rücken der Kolleginnen und Kollegen.

Zum Thema „Gerechte Bezahlung“: Gerade wir Grundschullehrerinnen haben durch die Einführung der Ganztagsschulen eine Arbeitsverdichtung durch eine unglaubliche Ausweitung der Präsenzzeit erfahren: Fachgruppen, Teamsitzungen, Fachgespräche mit sozialen Institutionen. Unser Slogan; Schließlich geht es um die Kinder! Mit der Forderung nach besserer Bezahlung sind viele Kolleginnen und Kollegen alt geworden. 

Wo bleiben die Gelder?

Unser Frau Bildungssenatorin verspricht Gelder, um die Digitalisierung in den Schulen voran zu treiben. Wo bleiben die Gelder für Doppelbelegungen im Unterricht, für Kinder, die dringend Unterstützung brauchen? Wo bleibt die Unterstützung für Kinder, die Probleme im psychosozialen oder motorischen Bereich Schwächen aufweisen? Wir Grundschullehrerinnen und -lehrer schaffen das, und zwar ohne Unterstützung.
Wir müssen als Kollegium wieder mehr für unsere Interessen eintreten, uns verweigern, an die Senatorin und Schulbehörde Mängel und Unterlassungen rückmelden. Für die GEW ist es Zeit, wieder zu mehr phantasievollen Aktionen zu kommen, die auf unsere Probleme aufmerksam machen.

Nur so lässt sich in den Kollegien ein WIR-Gefühl entwickeln.

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