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botanika macht künftig Schule!

Grünes Science Center im Rhododendron-Park präsentiert sich als außerschulischer Lernort mit offiziellem Lehrauftrag / Neue Klassenräume und hansewasser-Forscherlabor werden am 1. März eröffnet

16.01.2011

Welche Pflanzen lassen Schmutz einfach abperlen? Wo kann der Mensch diesen Trick nutzen? Hören Schmetterlinge, obwohl sie keine Ohren haben? Gibt es in der Welt der Pflanzen auch „Jäger“? Die Natur steckt voller Fragen und Überraschungen. In der Grünen Schule der botanika werden junge Forscher ab dem 1. März 2011 den faszinierenden Rätseln des Tier- und Pflanzenreiches auf der Spur sein: Das Konzept des ersten grünen Science Centers soll Lehrende und deren Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen dafür begeistern, hier künftig außergewöhnlichen Sach- und Biologieunterricht zu erleben.

Nach über einem Jahr Bauzeit werden die neuen Räumlichkeiten an der botanika im Frühjahr offiziell eröffnet. Zwei modern ausgestattete Klassenräume und das hansewasser-Forscherlabor der Grünen Schule werden fortan Schülern sowie Studierenden für das sinnliche Erfahren biologisch-ökologischer Themen zur Verfügung stehen – als außerschulischer Lernort und mit einem offiziellen Lehrauftrag der Freien Hansestadt Bremen als Basis. „Die botanika, der Rhododendron-Park und der Botanische Garten mit seiner umfassenden Pflanzensammlung bieten ideale Bedingungen, um Naturwissenschaften im wahrsten Sinne zu begreifen“, betont botanika-Geschäftsführerin Petra Schäffer. Es gehe bei der Grünen Schule primär darum, schon bei den Jüngsten Begeisterung für Flora und Fauna zu wecken. Unter dem Motto „Raus aus dem Klassenzimmer – rein ins Lernvergnügen“ richte sich der Fokus auf das aktive und spannende Entdecken der Natur mittels flexibler Module. Annette Reisenweber, Diplom-Umweltbiologin und Leiterin der Grünen Schule: „Viele spannende Forschungsobjekte liegen im Botanischen Garten und Park direkt vor der Tür. Mit den Schaugewächshäusern der botanika wartet zudem eine enorme exotische Vielfalt auf ihre Erkundung – und zwar völlig wetterunabhängig.“
Mit dem Konzept, sich künftig als Bildungs- und Wissenschaftszentrum zu etablieren, nimmt das grüne Science Center botanika Bezug auf aktuelle Entwicklungen: In den nächsten Jahren wird der Bedarf an Absolventen der MINT-Studienfächer (Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaften bzw. Technik) stark wachsen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung weist darauf hin, dass bis zum Jahr 2013 rund 70.000 Natur- und 85.000 Ingenieurwissenschaftler in den Ruhestand gehen werden. Diese Lücke könnten die derzeitigen und prognostizierten Absolventenjahrgänge nicht ausgleichen. Naturwissenschaftliche Fächer wie Biologie oder Physik stehen bekanntermaßen schon bei vielen Schülern nicht sehr hoch im Kurs. Genau hier wird die Grüne Schule der botanika ansetzen und mit ihrem Bildungsangebot eine ansprechende und nachhaltige Ergänzung des laufenden Unterrichts in diesen Bereichen bieten. Die verschiedenen Bausteine würden dabei in enger Zusammenarbeit mit den Lehrern und in Anlehnung an die gültigen Lehrpläne perfekt an die jeweilige Gruppe angepasst, wie Annette Reisenweber erklärt: „Von der Einzelstunde zum Lebenszyklus der Schmetterlinge bis hin zum Projekttag Bionik ist vieles möglich und kann gerne schon jetzt mit uns abgesprochen werden.“

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