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Bogedans Freibrief für Zwei-Säulen-Modell nicht akzeptabel – GEW bereit zur Mitarbeit

Die GEW begrüßt den fraktionsübergreifenden Willen, sich Stärken und Schwächen der Schulreform von 2009 genauer zu betrachten. Entscheidend sei aber, so GEW-Sprecher Christian Gloede, dass auch die Struktur dieser Schulreform von 2008, die Grundlage z.B. für Inklusion und Ganztagsschule sei, auf den Prüfstand käme. Das von Senatorin Bogedan bereits jetzt abgegebene Bekenntnis zum Zwei-Säulen-Modell sei überhaupt nicht hilfreich für die weitere Diskussion und entwerte bereits jetzt mögliche Ergebnisse der Evaluation.

16.03.2016 - Christian Gloede

Bremen –  „Der wesentliche Inhalt des damaligen „Bildungskonsenses“ war die Absicherung des Gymnasium als Schulart neben der Oberschule. Auf dieser Grundlage wurden die Konzepte von Inklusion und Ganztagsschulen aufgebaut und mit den bekannt unzureichenden Mitteln umgesetzt. Schulreform zu evaluieren, muss also zwingend die Struktur entscheidend mit im Blick haben, wenn denn wirklich eine Weiterentwicklung der Schulreform im Interesse von mehr Chancengleichheit und besserer Bildung sowie besserer Arbeitsbedingungen gewollt ist.“   Das Bogedansche Bekenntnis zu „Keine Strukturveränderung mit mir“ griffe zu kurz und Ergebnissen vorweg und mache den Willen zur Veränderung unglaubwürdig, so Gloede. Diese Herangehensweise gefährde den Schulfrieden, da abweichende Blicke offenbar nicht geduldet werden sollen. Auch die Bildungsfinanzierung müsse auf den Prüfstand, so die GEW.

„Wir brauchen einen ehrlichen Blick auf das Bremische Schulsystem, der im Zweifelsfall auch die Zusammenführung von Oberschulen und Gymnasien ermöglicht. Die GEW ist bereit, sich an dieser Evaluation zu beteiligen und ihre Expertise einzubringen.“

Für Nachfragen steht zur Verfügung: Christian Gloede

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