GEW Bremen
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Mädchenjungemannfrautanteonkel ... Was wollen wir gendern?

Mein Artikel richtet sich an beruflich aktive GEW-Mitglieder, an alle Frauen und Männer, die am Thema Gleichstellung interessiert sind. Mir ist bewusst, dass gerade in den Beruf tretende Menschen (noch stärker die mit Familie) sehr belastet sind – doch kann die Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe der Gewerkschaft sich positiv auf die Bedingungen des Arbeitsplatzes auswirken.

 

16.12.2012 - Appell auf leisen Sohlen | von Gaby Thienken

Gender Mainstreaming verdient von den Beschäftigten akzeptiert und engagiert umgesetzt zu werden: Da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt, müssen alle gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig berücksichtigen (Bedeutung des Gender Mainstreamings lt. Bundesinnenministerium).

Die Bremer GEW möchte eine Gender-Gruppe aufbauen, die eine Begleitung und Kontrolle der Umsetzung dieses aus meiner Sicht begrüßenswerten Vorhabens leisten kann.

Ein engagierter Mann meldete sich für die Gender-Gruppe der GEW, der sowohl durch Schule als auch durch Kinderbetreuung beansprucht wird. Ein Glücksfall! Beim ersten Treffen waren wir zwei Frauen, die dritte war noch im Urlaub und für den Kollegen wird die Anreise aus Bremerhaven zum Problem.

„Ist die GEW weiblich?“ wurde im Themenschwerpunkt der BLZ 02/2003 gefragt, heute geht es um eine Studie von Thomas Viola Rieske „Benachteiligte Jungen vs. übermächtige Frauen“ (2010/2011) und die Bewertung durch Anne Jenter (GEW-Vorstandsmitglied). Wird der Lehrerberuf weiblich?

Die Ziele der Gender-Beauftragten in den Ressorts lt. W. Rohlje, Behörden-Beauftragter (BLZ 02/2003): „Ihre Aufgabe wird es sein ..., dass Gender Mainstreaming in den jeweiligen Ressorts nicht nur ein Begriff bleibt, sondern zum gelebten Prinzip wird.“

Was wurde nach 2003 durch Genderpolitik in der Bremer Bildungsbehörde bewirkt? Sind Ziele erreicht worden, wenn nicht, warum nicht? Was kann verbessert werden?

Wie sieht es in den Schulen aus?

Welche Diskussionen zur Begleitung und Kontrolle der Umsetzung sind vorstellbar, wodurch können sie ergänzt werden?

  1. GEW Fortbildung, z.B. der Fachtag in Oldenburg, wo Prof. Dr. Stephan Höyng zur Haltung der Männer zu Gender Mainstreaming referierte: Mehr Männer wünschen sich eine stärkere Beteiligung an der Kindererziehung, jedoch nur ein Bruchteil dieser Männer setzt den Wunsch auch um. Und: viele Männer würden geschlechtsbezogene soziale Ungleichheiten nicht wahrnehmen, das ändere sich erst, wenn es um den Karriereverlauf der eigenen Tochter geht.
  2. Teilnahme an Fortbildungen anderer Anbieter: Die ZGF will mit der Reihe „Geschlechterdings“ junge Frauen ansprechen, z.B. zum Thema: „Das Geschlecht im Internetzeitalter“. „Twitter und TED talks sind in Frauenhand“ behauptet die Referentin Katrin Rönicke (Journalistin und Bloggerin). Was machen die Frauen damit? Was können sie bewirken? Was bewirken Männer?

          Wikipedia sei eine reine Männer-Domäne (9% der Autoren seien weiblich).

Wir freuen uns über Mitstreiter/innen und auf weitere Fragen.

Das 3. Treffen ist am Montag, 14. Januar 2013, um 18.30 Uhr in der Schlachthofkneipe

meine Mail-Adresse für Interessierte: gaby [at] thienken.de

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