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Interviews am LIS

BLZ befragt Referendarinnen und Referendare

 

Was wünscht Ihr Euch von der Bremer LehrerInnenausbildung?

16.11.2013 - Karsten Krüger

Andre Stelljes (BHV, Gymnasium): Ein gutes, kollegiales Kollegium wäre toll. Mit den Mentoren sollte es zwischenmenschlich passen. Wir Referendare sollten bei der Auzswahl unserer Mentoren ein Mitspracherecht haben. 10 Stunden eigenverantwortlicher Unterricht sind leistbar, wenn man auch mal Arbeitsblätter einsetzt. Wenn es regelmäßig gute, binnendifferenzierte Stunden sein sollen, wird es schwierig. Als Chemie- und Sportlehrer glaube ich an eine Perspektive in Bremen nach dem Referendariat.

 

Ralf Heine (BHV, Grundschule): Ich wünsche mir einen guten Mittelweg zwischen "ins kalte Wasser geworfen werden" und Bevormundung. Eine gewisse Eigenverantwortlichkeit sollten wir immer behalten. Mein Mentor sollte Zeit haben und immer ansprechbar sein. Man sollte nicht überfallartig gedrängt werden, sofort zu unterrichten. 10 Stunden eigenverantwortlicher Unterricht sind ok, weil ich schon Praxiserfahrungen aus Baden-Württemberg mitbringe. Ich habe mich für Bremen entschieden, weil ich die Stadt liebe. Auf die Pisa-Studien gebe ich nicht viel, ich mache mir ab sofort mein eigenes Bild.

 

Elke Ulferts (HB, BBS): Ich erwarte eine professionelle Berufsausbildung. Nach den 18 Monaten möchte ich gut aufgestellt sein, ein ausreichendes Repertoire und verschiedene Unterrichtsmethoden kennengelernt haben. Meine Betreuung im Referendariat sollte kooperativ, sachlich und objektiv sein. Ein zu starkes Abhängigkeitsverhältnis würde mich behindern. Vor den vielen Unterrichtsbesuchen habe ich ein bisschen Bammel.

Marlou Hundertmark (HB, Grundschule): Die Eröffnungsreden hier im LIS haben mir gut gefallen. Unsere Persönlichkeit soll im Mittelpunkt stehen, wäre ja schön. Ich erwarte von meinen neuen Kollegen und Mentoren, dass sie mir vertrauen, meine Ideen, meien Begeisterung teilen und mich nicht bremsen. Die Panikmache von manchen, das Referendariat sei die schwerste Zeit im Leben, muss aufhören. Ich halte das für übertrieben.

 

Jana Cohrs (HB, Grundschule):
Ich wünsche mir mehr Unterstützung. Ich habe erst kurz vor dem Start des Referendariats Klarheit über meine Rahmenbedingungen. Es gab Probleme mit der Krankenkasse und den Finanzen. Selbst das LIS sprach von einer "Grauzone". Auch die Frauenbeauftragte konnte mir nicht entscheidend helfen. Ich hoffe, es geht jetzt mit weniger Aufregung weiter. Mir ist wichtig, dass man als Person angenommen wird, dass man sich nicht verbiegen muss. Zeit fürs Ankommen muss da sein, ein zu
schneller Einstieg in den eigenverantwortlichen Unterricht wäre nicht
hilfreich.

Tobias Kröger (BHV, BBS):
Als erstes wünsche ich mir natürlich eine gute Ausbildung. Gerade ich als Quereinsteiger möchte vieel pädagogische Erfahrungen sammeln.
Besonders der qualifizierte Umgang mit den Schülern und die Fähigkeit auf mögliche Konflikte eingehen zu können, sind mir wichtig. Die Mentoren sollen mir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Pensum eigenverantwortlicher Unterricht ist in Ordnung.

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