GEW Bremen
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Handlungsorientierung im Unterricht und in der Politik

Der Oberschultag fand am 22. April mit der großen Beteiligung von über 120 Lehrkräften aus fast allen Oberschulen und einigen Förderzentren statt.

 

16.05.2013 - 4. Bremer Oberschultag von GEW und GGG am 22.04.2013

Den Hauptvortrag dieses auch als Fortbildung anerkannten Fachtages hielt Prof. Dr. Johannes Beck von der Universität Bremen zum Thema „Für eine Pädagogik zur Entfaltung des Reichtums der Bildung“. Arbeitsgruppen zur Differenzierung und Bewertung, zur Inklusion und zum handlungsorientierten Unterricht in verschiedenen Fächern wurden durchgeführt. Die KollegInnen erhielten so die Möglichkeit, sich über ihre Erfahrungen an den einzelnen Schulen auszutauschen. Dabei äußerten sie Kritik an den derzeitigen Rahmenbedingungen, die ebenfalls schon zu Beginn in den Einleitungsreden der Veranstalter ausgesprochen worden war. Die Versammlung gab der anwesenden Bildungssenatorin Eva Quandt-Brandt ein Forderungspapier mit auf den Weg.

Zu Beginn führte Regina Eisenach, Sprecherin der GEW-Fachgruppe Oberschulen, aus, dass es unterschiedliche Bedingungen an den Oberschulen gibt, z.B. bei den Oberstufen, dem Ganztag und der Ausstattung mit sozialpädagogischen Fachkräften. Diese verschieden ausgestatteten Oberschulen stehen bei der Schulanwahl gegenüber den Gymnasien aber auch untereinander in Konkurrenz. Ihre Chancen sind ungleich. Sie führte weiter aus, dass mehr Teamarbeit, Förderung aller Kinder und handlungsorientierter Unterricht positiv zu betrachten sind. Negativ beim Aufbau der Oberschulen sind die unzureichende Personalausstattung, die jetzt beabsichtigten Kürzungen bei der Fortbildung und vor allem die gestiegene Arbeitsbelastung.

Karlheinz Koke, Landesvorsitzender der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule GGG – Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens kritisierte, dass die Oberschulen durch das Aufnahmeverfahren für die 5. Klassen und die Nichtbeteiligung der Gymnasien bei der Inklusion in den Bereichen Lernen, Sprache und Verhalten stark benachteiligt sind. „Das Ziel des Schulgesetzes von 2009 war aber, dass sich beide Säulen auf Augenhöhe und unter vergleichbaren Konkurrenzbedingungen entwickeln sollten. Davon kann aber keine Rede sein. Da ist also noch großer Regulierungsbedarf seitens der Behörde, will sie mit den gleichen Bedingungen für beide Systeme Ernst machen.“

Das Forderungspapier und die Thesen von Johannes Beck können auf der Homepage der BLZ und [hier...] nachgelesen werden.

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