GEW Bremen
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6. Bremer Oberschultag von GEW und GGG

6 Jahre Oberschule - Erfahrungen und Perspektiven

6 Jahre Erfahrungen in der Oberschule und 5 Jahre Inklusionsprozess liegen hinter uns. In diesem Schuljahr werden an den Oberschulen die ersten Schulabschlüsse vergeben.
Eine begleitende wissenschaftliche Koordinierung und Evaluation der Oberschulentwicklung haben für die Schulen nicht stattgefunden. Deshalb ist der regelmäßige gegenseitige Austausch über die durchaus unterschiedlichen Entwicklungen umso wichtiger.
Nach 6 Jahren wollen wir diskutieren, wie sich die von uns am Anfang formulierten Erwartungen erfüllt haben. Vielfach haben wir im Prozess des Oberschulaufbaus unsere Planungen verändert. Materielle Unterstützungen mit Stundenzuweisungen sind reduziert worden oder ganz weggefallen.
Nach dem großen Zuspruch in den letzten fünf Jahren veranstalten GEW und GGG gemeinsam im Sinne eines Netzwerkes den 6. Bremer Oberschultag. Die bisherigen Erfahrungen sollen ausgetauscht und mögliche Verbesserungen diskutiert werden. Neueinsteiger bekommen Anstöße aus der Praxis für ihre zukünftige Arbeit.
Der Oberschultag dient als Fortbildungsveranstaltung.

 

Programm
8.30 Uhr Offener Anfang mit Zuordnung zu den Arbeitsgruppen
9.00 Uhr Begrüßung durch Karlheinz Koke (GGG) und Kai Reimers (GEW)
Podiumsdiskussion: 6 Jahre Oberschule: Haben sich die Erwartungen erfüllt?
Teilnehmerinnen und Teilnehmer:
  • Insa Gildemeister (Moderatorin, Schulentwicklungsberaterin des LIS),
  • Lars Nelson (Abt. Bildung der Senatorin für Bildung und Wissenschaft),
  • Andrea Spude (Zentralelternbeirat),
  • Achim Kaschub (ZUP-Leiter der Roland-zu-Bremen-OS),
  • Stephan Michael (Schulleiter der OS Findorff),
  • Manja Baumgartner (Lehrerin an der Gerhard-Rohlfs-OS),
  • Henrik Skov Andersen (Lehrer an der OS Helgolander Straße)
10.30 UhrPause
11.45 UhrArbeitsgruppen (s.u.)
12.45 UhrMittagspause im Restaurant Tendüre
Kurzvortrag aus der Praxis: Arbeit an der Neuen Oberschule Gröpelingen
Sabine Jakobsen, Schulleiterin
anschließend Aussprache
14.45 UhrFishbowl-Diskussion*
Perspektiven der Schulentwicklung an der Oberschule - Was wollen wir ändern?
16.00 UhrEnde der Veranstaltung

 * Fishbowl ist eine Methode der Diskussionsführung in großen Gruppen. Bei einer kreisförmigen Sitzordnung diskutiert zunächst eine kleine Gruppe von Teilnehmern im Innenkreis, während die übrigen Teilnehmer im Außenkreis die Diskussion beobachten und später – mit einem Sitzwechsel - in die Diskussion einsteigen können.

 

AGModerator*innen
1Ganztagsoberschule
  • Wie kann der Ganztag eine Oberschule stärken?
  • Was bedeutet Inklusion im Ganztag?
  • Wie können teilgebundene Ganztagsschulen den Ganztag sinnvoll über die Jahrgänge verteilen?
Rosemarie Lange (OS Lehmhorster Straße) und
Almut Schülke(OS Findorff)
2Schulkultur in der Oberschule - Welche Rituale brauchen wir?Eine Begleiterscheinung der Umstrukturierung zur Oberschule an vielen Schulen in den vergangenen Jahren ist die enorme Arbeitsverdichtung für die Lehrkräfte und Schulleitungen. Unterrichtsstruktur, Unterrichtsgestaltung, Umgang mit Heterogenität, Differenzierung, Materialerstellung und Leistungsbewertung in leistungsheterogenen Gruppen sind nur einige Fragen, die uns in dieser Zeit bewegt haben und noch bewegen. Sie fordern unsere ganze Aufmerksamkeit, oder?
Ist es dann noch möglich, eine „Schulkultur“ zu entwickeln?
Wir wollen in diesem Workshop verschieden Aspekte von Schulkultur (Rituale, Feste, Schülermitbestimmung, Kommunikationsstrukturen...) näher betrachten. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, ob die Einrichtung der Oberschulen in den vergangenen Jahren positive oder negative Auswirkungen auf diese Aspekte der Schulkultur hatte. Wir wollen uns austauschen über gelungene Beispiele, uns gegenseitig Anregungen zur Belebung von „Schulkultur“ geben und Gelingensbedingungen für die Entwicklung von Schulkultur formulieren.
Rebecca Schwenzer (OS Ronzelenstraße) und
Kai Reimers (OS Lesum)
3Soziale Arbeit in der OberschuleIn Bremen arbeiten viele verschiedene Schulsozialarbeiter/innen an den Schulen. Einige sind bei dem Land Bremen angestellt, andere arbeiten für einen Schulverein, weitere sind für einen Jugendhilfeträger tätig. Eine Zusammenarbeit ist von Personen und persönlichen Kontakten abhängig, es fehlen schulübergreifende Strukturen und gemeinsame Standards.
Dadurch ergeben sich viel Fragen:
  • Wer arbeitet in Bremen mit welcher Methode?
  • Wer arbeitet mit welchem Konzept?
  • Gibt es eine Kooperation mit der Jugendhilfe vor Ort?
  • Wie kann eine sinnvolle schulübergreifende Zusammenarbeit der Schulsozialarbeiter/innen in Bremen aussehen?
  • Wie können Standards für Soziale Arbeit an Schulen entwickelt werden?
In der AG soll eine professionelle Kooperation der schulischen Sozialarbeit mit Beratungslehrkräften, Lehrkräften, Erzieher/innen, Fachkräften aus Therapie und Beratung und mit außerschulischen Institutionen diskutiert und erarbeitet werden.
Tanja Sündermann
(LAG Schulsozialarbeit,
Schulen Obervieland)
4Theatrale Formen in der Arbeit mit Schwerpunktklassen Inklusion4 Jahre Theater-Unterricht in einer Schwerpunktklasse 'Inklusion' - da sammelt sich viel Material an, mit dem man auch fächerübergreifendarbeiten kann. Wie durch choreografische, performative und szenische Elemente Gemeinschaft gestärkt wird, möchten wir vorwiegend praktisch (!) zeigen.Astrid Möllmann und
Frank Dopp
(Gesamtschule Ost)
5Berufsorientierung in der OberschuleOberschulreform und Inklusion stellen die Schulen auch im Rahmen der Berufsorientierung vor neue Herausforderungen. Daher haben wir an der GSO für den 8. Jahrgang das Modell der „Betriebserkundung plus“ entwickelt. Zielgruppe sind SchülerInnen mit attestiertem sonderpädagogischem Förderbedarf sowie mit allgemeinen Schwierigkeiten im Bereich Lernen.
Nach einer kurzen Einführung in das Arbeitslehre-Konzept unserer Schule stellen wir das Modell der „Betriebserkundung plus“ vor. Im Anschluss sind wir an einem Austausch über andere Konzepte sowie über generelle Fragen der Berufsorientierung interessiert.
Siebo Donker und
Peter Lüttmann
(Gesamschule Ost)
6Verschiedene Formen von LernentwicklungsberichtenLernentwicklungsberichte (LEB) werden in den unterschiedlichsten Formen an Bremen Schulen angewandt. Schwertpunkt soll sein die unterschiedlichen Formen von LEB genauer vergleichend zu betrachten. Es sollen Vor- und Nachteile der einzelnen  Modelle  gesammelt werden, um von guten Modellen profitieren zu können, Ideen für eigene LEB zubekommen und eine mögliche Weiterentwicklung an der eigenen Schule anzustoßen.
Sollte ihre Schule mit LEB arbeiten, bringen Sie bitte (anonymisiert) LEB  mit, um den Austausch so konkret wie möglich gestalten zu können. Ist Ihre Schule auf dem Weg zu Lernentwicklungsberichten, dann lassen Sie sich inspirieren.
Lisa Preuß (OS Leibnizplatz)
7Erfahrungen und Probleme beim Aufbau der OberstufeIn Anknüpfung an die Positionsbestimmung auf dem Oberschultag im letzten Jahr sollen/können folgende Fragen diskutiert werden:
  • Standort-Entwicklung in der zweiten Phase des "Null-Jahrganges"
  • Kooperationen im Stadtteil bei der Gestaltung der Profile
  • Zuordnung von Sek.-I-Schulen und Oberstufen
  • Förderprogramme zur Senkung der Abbrecherquoten
  • Gestaltung der Einführungsphase und der Sek.-I-Lehrpläne zur Sicherung der Wahlmöglichkeiten zwischen Gymnasium und Oberschule beim Übergang in die GyO
Günter Flor
(OS Kurt-Schumacher-Allee) und
Jürgen Burger (GEW)

 

Beginn
02.05.2015, 08:30 Uhr
Ende
15.06.2015, 16:00 Uhr
Veranstaltungsort
Konsul-Hackfeld-Haus Bremen
Birkenstr. 34
28195 Bremen
Teilnahmebeitrag
5 € für Mitglieder von GEW und GGG, sonst 10 €
Anmeldeschluss
19.06.2015
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Yasemin Kilic
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Bahnhofsplatz 22-28
28195 Bremen
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