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Eine Schule - viele Sprachen

Eine Fortbildung für Kolleg:innen aller Schulformen

Es wird um Sprachenvielfalt gehen, den wertschätzenden Umgang,  Pflege und Anerkennung. Nach dem Impuls Referat von Professorin Andrea Daase (Uni Bremen, Deutsch als Zweit- und Fremdsprache) und anschließender Aussprache, können wir uns in verschiedenen Workshops vertiefend mit den Facetten des Spracherwerbs auseinandersetzen.

Der Fachtag wendet sich an die verschiedenen Berufsgruppen der Bremer und Bremerhavener Schullandschaft. Gemeinsam arbeiten wir mit einer Vielfalt von Sprachen und Kulturen und spüren den Anregungen, Anforderungen und Hürden nach. Im zweiten Teil des Tages tragen wir unsere Erkenntnisse schulscharf zusammen und benennen und sortieren die Ergebnisse.

Tagungsort: DGB Haus Bremen
Moderation: Katharina Krieger
Beitrag: kostenlos für GEW-Mitglieder | € 20 für Nicht-Mitglieder
Anmeldung bis zum 15.04.2022

Programm und Workshop-Angebote:

Eingangsvortrag von Prof. Dr. Andrea Daase | Universität Bremen

Eine Schule für viele Sprachen - viele Sprachen für eine Schule. Bildung für sprachliche Vielfalt gemeinsam gestalten
Mehrsprachigkeit ist seit Jahrzehnten Ausgangspunkt von (schulischer) Bildung, ihr Ziel ist es bislang nur in selektiver Art und Weise. Während das eine Kind für das Auswachsen in einer englischsprachen Familie bewundert und seine Mehrsprachigkeit gelobt wird, wird beim anderen Kind die Erstsprache Arabisch als Herausforderung für die Lehrenden und als Hindernis für den Schulerfolg des Kindes gesehen. Auf Basis aktueller theoretischer Grundlagen und empirischer Erkenntnisse wird ein kritischer Blick auf den Umgang mit Mehrsprachigkeit im deutschen Schulsystem, aber auch der Lehramtsausbildung und der Forschung geworfen. Reflexionen zu Möglichkeiten und Herausforderungen vom Umgang mit sprachlicher Heterogenität in Schule und Unterricht von Studierenden bilden gemeinsam mit Beispielen aus dem deutschen und internationalen Raum die Grundlage für Vorschläge für Schule und Unterricht - aber auch für die Lehramtsausbildung und unsere Gesellschaft, die im Anschluss diskutiert werden sollen.
Prof. Dr. Andrea Daase - Universität Bremen (Deutsch als Zweit- und Fremdsprache)

  • Workshop 1 Muttersprache – das Mittel zur Selbstermächtigung

Leitung: Sona Merzic – Lehrerin an der Oberschule an der Koblenzer Straße

Wir denken, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Muttersprache und Gender besteht. Wir wollen in unserem Workshop anhand einiger Auseinandersetzungen unser Verhältnis mit unserer Muttersprache interagieren. Wie wirken sich unser Austausch mit der (Mutter-)Sprache, unsere positiven und negativen (geschlechtsspezifischen) Erfahrungen um die Sprache sowie unser Verhältnis zu (unserer sprachlichen) Identität auf unsere Stärken, Gefühle, Gedanken und Persönlichkeiten aus?
Gemeinsam mit Munewer Azizoglu-Bazan  wollen wir im Workshops die Beziehung zwischen Muttersprache und Gender mit einem interaktiven Input in Einzel-, Gruppen- und Plenumarbeit diskutieren.

  • Workshop 2 Fremdsprachen, Herkunftssprachen, Sprachen – wie mehr Sprachen im Zeugnis zählen können

Leitung: Dr. Dita Vogel - Universität Bremen (Senior Researcher) - AbIB Interkulturelle Bildung

Bisher zählen im Zeugnis vor allem die wenigen Sprachen, die als Fremdsprachen an einer Schule unterrichtet werden. In diesem Workshop geht es darum, wie mehr Sprachen als bisher zeugnisrelevant werden können. Einführen wird Dr. Dita Vogel, Senior Researcher an der Universität Bremen, die Wege zur Anerkennung von Sprachenkenntnissen aufzeigen. Prof. Dr. Claudia Harsch, Leiterin des Sprachenzentrums der Hochschulen in Bremen, wird über Erfahrungen mit Online-Unterricht berichten und zum Nachdenken über Möglichkeiten in Schulen anregen. Ein Überblick über Stand und Entwicklung des Ausbaus von Fremdsprachenunterricht, Herkunftssprachenunterricht und Sprach(feststellungs)prüfungen in Bremen wird angestrebt. Die Teilnehmenden erhalten die Gelegenheit, eigene Erfahrungen und Veränderungsideen einzubringen.

  • Workshop 3 Ausstellung “Bremen spricht

Leitung: Maria Mazzoli

Maria Mazzoli wird über die Ausstellung “Bremen spricht”, die im Focke Museum von März-Mai 2022 eröffnet wird, als Unterhaltung zwischen Akteur:innen der Zivil Gesellschaft, Politik und Wissenschaft sowie al öffentliche Sphäre erzählen, nämlich als ein Raum für Forschung, Vermittlung, Begegnung, Austausch und Reflexion zur Bremens Sprachenvielfalt und Mehrsprachigkeit.

  • Workshop 4  Lernstände feststellen – Testung, Diagnostik, Förderung am Beispiel „2P – Potenzial und Perspektive“

Leitung: Swantje Huesken

2P ist bundesweit das erste Diagnoseinstrument im schulischen Bereich,das kultursensibel und mit spracharmen Aufgabenstellungen arbeitet und den Entwicklungsprozess der Jugendlichen durch die Möglichkeiten wiederholter Testungen sichtbar macht. Mit den Bausteinen Deutsch,Englisch und Mathematik wird der aktuelle Stand fachlicher Kompetenzen erhoben und eine Ausgangslage zur gezielten individuellen Förderung und Hinführung zur Beschulung in Regelklassen definiert. Der Workshop bietet Raum für die Auseinandersetzung mit dem Einsatz und den künftigen Anwendungsmöglichkeiten.
Neben einer Einführung ist Zeit für den Austausch mit denjenigen, die 2P bereits kennen.

  • Workshop 5  Mehrsprachigkeit im Fachunterricht (muss vllt entfallen...)

    Leitung: Nele Hilfert, Katja Baginski
    Nele Hilfert stellt mehrsprachige Unterrichtsfilme und deren Einsatzmöglichkeiten im Fachunterricht vor. Katja Baginski gibt praktische Beispiele für mehrsprachigen fachsensiblen Sprachunterricht.

Termin
03.05.2022, 09:00 - 16:00 Uhr
Veranstaltungsort
DGB-Haus Bremen
Bahnhofsplatz 22-28
28195 Bremen
Teilnahmebeitrag
kostenlos für GEW-Mitglieder | € 20 für Nicht-Mitglieder
Anmeldeschluss
27.04.2022
 Routenplaner
Kontakt
Yasemin Kilic
Sekretariat
Adresse Bahnhofsplatz 22-28
28195 Bremen
Telefon:  0421-33764-0