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Ausstellung - Spanien war ihre Hoffnung!

80 Jahre Spanischer Bürgerkrieg - Eine Spurensuche

Ausstellung zur Erinnerung an das Ende des Spanischen Bürgerkriegs vor 80 Jahren

Ausstellung vom 8. Mai bis 18. Juni 2019 in der Galerie im Bamberger, Bremer Volkshochschule
Öffnungszeiten: Montag – Freitag 9 – 20 Uhr | Samstag / Sonntag 10 – 16 Uhr

Eröffnung am Mittwoch, 8.Mai 2019 um 19 Uhr in der Galerie im Bamberger mit dem 
Schauspieler Rolf Becker und Prof. Dr. Jörg Wollenberg: 
Spanien war ihre Hoffnung! Die Niederlage der Spanischen Republik eröffnete jedoch Hitler vor 80 Jahren eine Probebühne für den Zweiten Weltkrieg

 

Weitere Veranstaltungen mit Führungen durch die Ausstellung von Jörg Wollenberg und Gerald Schneider
Dienstag, 21 Mai, 19 Uhr
„Der Schützengraben als Volkshochschule“. 

Zur Schul- und Bildungsreform im Spanischen Bürgerkrieg.
Mit Beginn des Bürgerkriegs gelang es den Anhängern der Republik, eine erstaunliche Bildungsreform durchzusetzen. „Die breiten Massen der Analphabeten drängten danach lesen und schreiben zu lernen, Die jungen Soldaten verschlangen Bücher im Schützengraben. Überall entstanden prächtige kulturelle Zentren“. Das notierte die aus Deutschland ausgewiesene Gründerin der VHS Essen und Bildungsreformerin, 
Anna Siemsen, 1937 aus Anlass ihrer Reisen durch Spanien im Auftrag des Schweizer Arbeiterhilfswerkes. Die mobilen Einsatzgruppen der „Cultura Popular“ richteten innerhalb eines Jahres 1097 Bibliotheken ein. Die „autonome Universität Barcelona“ strahlte Funkkollegkurse aus. Vom Mai 1937 bis August 1938 fanden über eine Million Unterrichtsstunden statt. Festivals wurden organisiert, Film- und Schallplattenproduktionen (u. a. mit Ernst Busch) sorgten für die Verbreitung der Kultur auch in den Schützengräben, Fabriken und Krankenhäusern….
 

Dienstag: 4. Juni, 19 Uhr:
Vom „Fluch der Zersplitterung“ zur „Flucht in den Krieg“ - Willy Brandt und die Familie Mann mit Ernst Toller als Zeitzeugen des Spanischen Bürgerkriegs

Der damals 24jährige Willy Brandt hielt sich von Oslo kommend ab Februar 1937 in Barcelona auf, wo er als Verbindungsmann der SAP-Auslandsleitung den Kontakt zu den Linkssozialisten pflegte. Im Mai 1937 reiste er zurück nach Paris, um dort vor der erweiterten SAP-Partei-Leitung über die Situation im Spanischen Bürgerkrieg zu berichten. Zur selben Zeit befanden sich Erika und Klaus Mann mit Ernst Toller in 
Spanien und unterstützen die Aufrufe von Heinrich und Thomas Mann, der Republik zu helfen. Sie warnten davor, wegen der der blutigen Maiwoche von 1937 in Barcelona die Einheit der internationalen Arbeiterbewegung aufzukündigen.
 

Dienstag, 18. Juni, 19 Uhr: Finissage der Ausstellung: 
„Guernica buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht“

Das notierte der verantwortliche Generalfeldmarschall Freiherr von Richthofen am 30 April 1937 in sein Tagebuch über die Zerstörung der Stadt Guernica – von Pablo Picasso durch sein berühmtes Bild zu einem Symbol des Schreckens moderner Kriegsführung erhoben. Die Soldaten der Legion Condor wurden dafür hochgeehrt, während die deutschen „Rotspanienkämpfer“ von jeder Wiedergutmachung ausgeschlossen blieben.
 

Beginn
08.05.2019
Ende
18.06.2019
Veranstaltungsort
Galerie im Bamberger | Bremer Volkshochschule
Faulenstraße 69
28195 Bremen
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„Mitten im Kampf gegen Franco und seine Helfershelfer hat die Republik im ersten Jahr des Bürgerkriegs 7587 neue Schulen geschaffen und der Etat für Schule und Erziehung ist in diesem Jahr von 311 auf 496 Millionen Peseten erhöht worden. 
10 Millionen dienen der Beseitigung des Analphabetentums. …Leerstehende Paläste und Villen hat man zu musterhaften Kinderheimen umgewandelt“.
(Anna Siemsen, 1937)