GEW Bremen
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Aufruf zu einer Menschenkette vom Osterdeich bis an die Schlachte

Für den Klimaschutz - mehr Mut zur Wende!

Insgesamt 23 umwelt- und entwicklungspolitische Organisationen sowie Initiativen rufen zu einer gemeinsamen Menschenkette vom Osterdeich bis zur Schlachte am 3. Juli auf. Künstler*innen begleiten die Aktion.

Demo als Menschenkette mit Abstand

Bitte bringt Banner, Plakate, Tücher - und wenn Ihr möchtet - Töpfe und Kochlöffel mit.

Wir (BUND Landesverband Bremen) richten verschiedene Sammel- und Verteilpunkte entlang der Strecke ein, damit wir wirklich zu einer Menschen"kette" werden. Die Verteilpunkte veröffentlichen wir in Kürze [hier].

Ablauf

11:00 Uhr Ankommen bei einem Verteilpunkt; Platz einnehmen

12:00 Uhr Die Menschenkette steht, bewegt sich mit La-Ola-Wellen und macht Krach.

12:30 Uhr Ausklang

Aufruf:

Am 3. 7. von 11:30 bis 12:30 Uhr rufen wir Alle auf, eine Menschenkette an der Weser zu bilden, um konsequente, sofortige und sozial gerechte Klimaschutzmaßnahmen in Bremen zu fordern. Gemeinsam wollen wir mit La-Ola-Wellen ab 12 Uhr Politiker*innen im Land Bremen Mut zum Handeln machen – Klimaschutz muss endlich als Querschnittsaufgabe aller Senatsressort angegangen werden. Ziel muss dabei eine 80%ige CO2-Reduktion bis 2030 gegenüber 1990) und die Klimaneutralität für Bremen bis 2035 sein. Dies kann nur gelingen, wenn alle an den Vorteilen des Klimaschutzes teilhaben. So kann Bremen seinen Beitrag zur Einhaltung des globalen 1,5-Grad-Ziels leisten, Vorbild für andere Städte werden und zu einer globalen, völker- und generationenübergreifenden Klimagerechtigkeit beitragen.
Die Klimakrise sollte mit derselben Handlungsstärke wie die Coronakrise bewältigt und ein zukunftsfähiges neues solidarisches Modell für unsere Wirtschaft und Lebensstile entwickelt werden. Wir wollen eine wirkliche Wende!

Die Energiewende umsetzen! Die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas muss schnellst möglich beendet werden und die Versorgung mit Strom und Wärme bis spätestens 2035 zu 100% auf Basis von erneuerbaren Energien wie Solar- und Windenergie erfolgen.
Die klimaneutrale Industrieentwicklung muss in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, der Stahlproduktion sowie der Nahrungsmittelherstellung und -verarbeitung gefördert werden. Bereits 2021 müssen deutliche Schritte zu einem Solarstromanteil von 25% bis 2030 erfolgen.
Eine sozial-ökologische Wende im Wohnungsbereich: Die Unterstützung einer warmmietenneutralen energetischen Sanierung im öffentlichen und privaten Bereich muss gesichert werden. Die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum sollte vor allem durch Entwicklung, Erweiterung und Aufstockung im Bestand erfolgen. Dazu gehört auch die Umwandlung von nicht mehr benötigten Büro- und Gewerbeimmobilien, z.B. im Innenstadtbereich sowie das Erschließen von leerstehenden Wohngebäuden.
Im Gebäudebestand muss die energetische Sanierungsrate auf deutlich über 2 % steigen und mindestens KfW55-Standard erreicht werden.
Eine Verkehrswende bevorzugt den Rad- und Fußverkehr gegenüber dem Auto durch mehr Attraktivität und fördert den ÖPNV. Dazu gehören neue attraktive Infrastrukturen für Radverkehr und ÖPNV insbesondere auch durch einen höheren Anteil an den Verkehrsflächen.
Auto-Pendler*innen sollen durch attraktive Angebote auf den ÖPNV umgelenkt werden. Der öffentliche Parkraum muss stark limitiert und seine Nutzung angemessen bepreist werden.
Wende in der Klimaanpassung: Leitlinie sollten Umbau und Sanierung vor Neubau und eine ressourcen- und flächensparende Gebäudenutzung und verkehrsvermeidende Bauleitplanung sein. Die Flächenversiegelung muss bis spätestens 2030 auf Netto Null reduziert werden. In allen bebauten Gebieten sollte eine artenreiche und dem städtischen Klima förderliche Stadtnatur auf Dächern, Fassaden und Freiflächen weiterentwickelt werden. Eine klimafreundliche Stadtplanung schafft schattenspendendes Grün und trägt damit zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung bei. Ernährungswende: In der öffentlichen Verpflegung (Kitas, Kantinen, Mensen) muss der Anteil von Fleisch und anderen tierischen Produkten auf ein Mindestmaß reduziert und eine weitgehend pflanzliche Ernährung gefördert werden. Die Beschaffung sollte darüber hinaus Regionalität, Saisonalität und biologischen Anbau berücksichtigen. In Kooperation mit Niedersachsen sollte der Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen in Bremen und Umland gesteigert werden.
Weitere Informationen zum Ablauf und zu den Verteilpunkten entlang der Weser finden sich ab dem 15. Juni hier

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Termin
03.07.2021, 11:30 - 12:30 Uhr
Veranstaltungsort


Bremen
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