GEW Bremen
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TV-LRund 500 Kolleg:innen bei Demonstrationen und Menschenkette in Bremen

GEW fordert tarifliche Verbesserungen für Schul- und Hochschulbeschäftigte

 

25.11.2021

Vor der dritten Verhandlungsrunde der Tarifrunde der Länder marschierten am Mittwoch, den 24.11.2021 rund 1.800 Beschäftigte in acht Umzügen durch Bremen und bildeten eine Menschenkette. Etwa 500 GEW-Kolleg:innen waren dem Streikaufruf der Bildungsgewerkschaft GEW gefolgt. Neben Erzieher:innen an Schulen, Pädagogischen Mitarbeiter:innen und Assistenzkräften gingen auch Schulsozialarbeiter:innen und angestellte Lehrkräfte auf die Straße. Aus dem Bereich der Wissenschaft folgten v.a. Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und studentische Hilfskräfte dem Aufruf.

Die Streikenden forderten nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden endlich ein Angebot der Arbeitgeber.
„Die Ländervertreter:innen ignorieren die gestiegene Arbeitsbelastung und die gestiegene Inflationsrate. Ebenso weigern sie sich, an den Hochschulen das Befristungsunwesen einzudämmen und die studentischen Hilfskräfte in den Tarifvertrag der Länder einzubinden.

„Mit dieser Blockadehaltung lassen sie den Gewerkschaften keine andere Wahl, als zu Streiks aufzurufen“

erklärte GEW Landessprecherin Barbara Schüll, und ergänzt: „Dem zunehmenden Fachkräftemangel, auch in der Bildung, wird man damit nicht gerecht. Vielmehr wird so die Situation noch weiter verschärft.“

„Über die gesamte Pandemie standen die Erzieher:innen und pädagogischen Mitarbeiter:innen den Schulen mit Rat und Tat zur Seite. Sie werden aber oft in fachfremde Pflichten komplementiert. Bei der Wertschätzung ist noch viel Luft nach oben!“

so Corinna Genzmer, die Bremer Stadtverbandssprecherin der GEW.

„Es ist endlich an der Zeit, wertschätzende Signale in die Richtung der tarifbeschäftigten Lehrkräfte zu senden“, ergänzte Peer Jaschinski, GEW Stadtverbandssprecher in Bremerhaven,

„Die Blockadehaltung der Arbeitgeber ist bei zu erwartenden steigenden Steuereinnahmen und einer immer dünner werdenden Personaldecke nicht mehr nachvollziehbar und für die Bremerhavener Schulen als fahrlässig zu bezeichnen.“

„Die Länder haben die Verantwortung für gute Bildung, genügend Lehrkräfte, Erzieher:innen und Schulsozialarbeiter:innen. „Dafür sind gute Tarifverträge eine wichtige Voraussetzung“, stellte Barbara Schüll abschließend klar.

Für Nachfragen steht zur Verfügung:

Corinna Genzmer | Barbara Schüll | Peer Jaschinski

5% mindestens 150 Euro mehr.

 

Solidaritätsaktion der Kolleg:innen der Paul-Goldschmidt-Schule

Solidaritätsaktion von Kolleg:innen der Paul-Goldschmidt-Schule