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DigitalpaktZwei Wochen kontaktloser Unterricht: Grenzen der Digitalisierung

Die Schere geht immer weiter auseinander

26.03.2020 - Elke Suhr

Am Freitag ist der letzte Schultag vor den Osterferien. Ferien von einem zuletzt kontaktlosen Unterricht. Wie ist es den Lehrkräften und den Schüler*innen ergangen? „ITS-Learning“ ist die einzige zugelassene internetbasierte Möglichkeit, kontaktlos in schriftlicher Form mit den Schüler*innen zu kommunizieren. Doch wie sieht die Praxis aus?

Bremen – Lehrkräfte versuchen gerade, meistens durch Nutzung privater Endgeräte, digitale Lernmöglichkeiten für die Schüler*innen zu schaffen. Von Servern, die überlastet sind, und fehlenden Endgeräten für alle Beteiligten abgesehen, scheint digitaler Unterricht an einzelnen Standorten gut zu funktionieren. Viele Schulen kommen aber schnell an ihre Grenzen.
Ein großes Problem ergibt sich für die Schüler*innen, die zu Hause keine Unterstützung bekommen, die keinen Schreibtisch und keinen W-LAN-Zugang haben. Was ist mit den Schüler*innen, die noch in den Deutschkursen sind, und was ist mit denen, deren Eltern noch keine ausreichenden Deutschkenntnisse haben, um ihre Kinder zu unterstützen. Viele Fragen sind in den letzten Tagen schon bei der GEW angekommen.
Die schwarze Null wurde für die Coronakrise außer Kraft gesetzt. Das ist richtig so. Denn die Gesundheit muss jetzt erste Priorität haben.

„Wenn sich wieder eine Normalität herstellt, muss Bildung wesentlich besser finanziert werden, denn

die bestehenden Ungleichheiten bei den Bildungschancen vertiefen sich durch das Fernlernen erheblich“,

erklärt GEW-Landesvorstandssprecherin Elke Suhr. „Dies muss wieder ausgeglichen werden!“ Bremen müsse die Bildungsausgaben an die der anderen Stadtstaaten angleichen, die vorgelegte Anhebung des Bildungshaushaltes sei dafür nicht groß genug.
 

Für Nachfragen steht zur Verfügung:
Elke Suhr  | 0171 8397194

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