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Streik!Streik im öffentlichen Dienst: 7000 demonstrierten für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen

GEW: Wenn es jetzt keinen Durchbruch gibt, wird sich in dieser Republik der Bildungsnotstand verschärfen.

27.02.2019 - Christian Gloede

Bremen – Über 7000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes aus Niedersachsen und Bremen waren am heutigen Mittwoch im Streik. Im Bildungsbereich waren zahlreichen Schulen und Hochschulen betroffen. Auf Transparenten und in Beiträgen machten sie deutlich, dass Gehalt und Arbeitsbedingungen für viele völlig unzureichend seien. Dies verschärfe die großen Probleme in der Nachwuchsgewinnung! Dies gelte z.B. in Hochschulen für studentisch und wissenschaftlich Beschäftigte wie an Schulen für Lehrkräfte und Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes (Fachkräfte für Inklusion, Ganztagsgestaltung, Schulsozialarbeit,...).

"Wenn es jetzt am Wochenende in Potsdam keine Annäherung auf Grundlage eines verhandlungsfähigen Angebotes gibt, werden die Beschäftigten in einen längerfristigen Streik gehen müssen",

so Christian Gloede, Landesvorstandssprecher der GEW. Die Bereitschaft sei da, das hätte der heutige Tag gezeigt. Dies sei nicht gewollt, aber dies läge auch in der Verantwortung aller im Bildungsbereich Beschäftigten.

"Wir müssen jetzt zukunftsfähige Bedingungen schaffen, um eine Chance gegen den Bildungsnotstand der zukünftigen Generation zu entwickeln. Der Kampf um angemessene Bedingungen heute ist ein solidarischer Kampf für bessere Lernbedingungen für die Kinder und Jugendlichen und ihrer Perspektiven morgen!" Geld dafür sei in diesem Land genug vorhanden, es sei immer noch völlig falsch verteilt, beklagte Gloede mit Bezug auf Rüstungsausgaben und Steuererleichterungen für Reiche.

Die Angleichung der Bezahlung für angestellte Lehrkräfte an die ihrer verbeamteten Kolleginnen und Kollegen  sowie die Übernahme der deutlich besseren Gehaltsstruktur der kommunalen Beschäftigten auch im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder seien im Bereich der Schulen vorrangig.

Hinweis: Am Wochenende findet in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde statt. Weitere Termine waren noch nicht vereinbart.

Für Nachfragen steht zur Verfügung:
Christian Gloede | 0174-9790755

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