GEW Bremen
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Schwacher Start ins neue Schuljahr

Auf die von der Koalition versprochenen 200 neuen Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen müssen die Schüler und Schülerinnen aber auch die Pädagog*innen im Land Bremen noch warten. Nach Ankündigung der Senatorin gibt es erst im Februar 120 Stellen, weitere 80 sollen später bloß verschoben werden. Auch im neuen Schuljahr ist deshalb mit Unterrichtsausfall, fehlendem Förderunterricht und mit weiteren Einschränkungen in den Bereichen schulischer Bildung und Erziehung zu rechnen. Zudem ist der Unterricht für Flüchtlingskinder weder finanziell noch personell gesichert. Für die weitere Perspektive wird entscheidend sein, ob es der Koalition gelingt, im Doppelhaushalt für 2016/17 die Stellen für Pädagog*innen maßgeblich zu erhöhen sowie Sprachkurse und Unterricht für Flüchtlingskinder zu gewährleisten.

03.09.2015 - Bernd Winkelmann

Bremen – „Die Koalition hat vieles angekündigt“, sagt GEW-Landesvorstandssprecher Bernd Winkelmann, „allerdings fehlen weiterhin konkrete Konzepte und schnell greifende Maßnahmen.“


Die Beschreibung der Herausforderungen bleibt lang:

  •  Mit welchem Personalentwicklungskonzept regelt die Behörde den Generationenwechsel?
  •  Wie gelingt es, genügend Menschen für eine Ausbildung in Bremen zu gewinnen – derzeit sind nicht einmal alle verfügbaren Referendariatsplätze besetzt?
  • Mit welchen Ideen soll es gelingen, die Fachbedarfe zu decken?
  • Alle Menschen – auch die neuen Bürger*innen – haben ein Recht auf Bildung – wie soll das in vollen Klassen realisiert werden (WK vom 1.9.15)?
  • Wann werden die steigenden Schüler*innenzahlen in die Bedarfsrechnungen eingepflegt?

Die GEW fordert, jetzt endlich Lösungen einzuleiten. Die Senatorin muss aktiv werden. Sie hat ein Mehr an zentraler Steuerung angekündigt. Jetzt ist sie gefordert!

Für Nachfragen steht zur Verfügung: Bernd Winkelmann