GEW Bremen
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SchulsystemNicht G9 statt G8, sondern Eine Schule für Alle!

GEW zur Forderung des Zentralen Elternbeirates

20.01.2015 - Christian Gloede

Die verständliche Forderung des ZEB nach längerem Lernen auch für Schüler*innen am Gymnasium zeige, dass das sogenannte Zwei-Säulen-Modell nicht wirklich tragfähig ist. „Aber das neunjährige Gymnasium bringt keine Lösung, sondern verschärft nur die Probleme der Oberschulen, die bereits jetzt unter hohem Konkurrenzdruck stehen und in steigendem Maße soziale wie bildungsbezogene Integrations- und Inklusionsaufgaben bewältigen“, so Christian Gloede, Landesvorstandssprecher der GEW.

Mit einer Einführung des G9 an Gymnasien würde zudem die schulgesetzliche Begründung des Gymnasiums entfallen, nämlich die Konzentration von Schüler*innen „über Regelstandard“. Im Klartext, so die GEW, wären bei entsprechender Einführung dieselben Anforderungen an ein Gymnasium zu stellen wie an die Oberschulen, nämlich durchgängige Inklusion und Vergabe aller Abschlüsse. Damit müssten sich die Gymnasien wie Oberschulen zu „Schulen für Alle“ entwickeln.
Die GEW bekräftigt noch einmal ihre Forderung, dass sofortige Schritte zu „Einer Schule für Alle“
ab 2018 –also nach dem Ende des „Bremer Schulfriedens“- einzuleiten sind. „Diese notwendige
Korrektur schulpolitischer Fehlentscheidungen wird die GEW konstruktiv begleiten und gestalten.
Dies wird, da bin ich sicher, auch in weitestgehender Übereinstimmung mit den Eltern
geschehen,“ so Gloede.

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