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Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes: Handlungsfähigkeit ist gefährdet, starke Interessensvertretungen notwendiger denn je!

Die Gewerkschaften ver.di, GEW und GdP sorgen sich um guten und ausreichenden Nachwuchs für den öffentlichen Dienst und die Qualität seiner vielschichtigen Bereiche wie Bildung, Soziales, Polizei, Justiz, Gesundheit, Kultur und andere öffentliche Dienstleistungen….

24.02.2016 - Christian Gloede

"Wir brauchen einen auskömmlich finanzierten öffentlichen Dienst, dafür steigen heute die gewerkschaftlichen InteressenvertreterInnen symbolisch in den Ring für sozialen Zusammenhalt und gute Arbeitsbedingungen!“ Dieses ist zugleich der Auftakt zum intensiven Wahlkampf für die Personalratswahlen.

Bremen –Am 9. März 2016 werden die Personalräte und Frauenbeauftragten im Bremischen öffentlichen Dienst für ca. 28.000 Beschäftigte neu gewählt. Aus Sicht der Gewerkschaften verdi, GdP und GEW ist immer noch ist völlig unklar, wie der Bremische Haushalt für die Jahre 2016 und 2017 aussehen wird. Für die Beschäftigten des bremischen öffentlichen Dienstes, egal in welchen Bereichen, hat dieser aber unmittelbare Auswirkungen auf ihre Arbeitsbedingungen. Weniger Personal bei mehr Aufgaben erhöhe die Arbeitsbelastung, dies führe zu weiterem Attraktivitätsverlust in vielen Arbeitsbereichen.
Der öffentliche Dienst eigne sich schon längst nicht mehr als Sparschwein, weitere Kürzungen seien eher Ausdruck eines politischen Rinderwahns, so die Gewerkschaftsvertreter.

Andrea Köster (GEW): „Die Aufgaben in den Schulen können ohne zusätzliche Stellen nicht mehr erfüllt werden. Und wir reden hier von mehreren Hundert Stellen, von zusätzlichem Raum ganz zu schweigen.“

Für den Bereich der GdP ergänzt Jochen Kopelke: „Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen Arbeitsbelastung, zu wenig Kolleg*innen und Krankenstand. Hier setzt der Senat das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung aufs Spiel.“

Burckhard Radtke, ver.di, weist auf die Beschäftigtenbefragung zur Zufriedenheit im Bremischen öffentlichen Dienst hin. „Die meisten der Beschäftigten sehen die Finanzausstattung als zu gering an und lehnen Privatisierungen ab. Im Gegenteil: Wir brauchen die Rekommunalisierung in der Vergangenheit privatisierter Dienstleistungen, z.B. der Entsorgung.“ Dies schaffe Sicherheit bei den Beschäftigten, aber auch bei den Bürgerinnen und Bürgern. 

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse müssen zurückgefahren werden. Immer mehr Beschäftigte seien von Altersarmut bedroht. Dies ist eines immer noch so reichen Land unwürdig, so GEW, verdi und GdP. Sie erwarten sich von einer hohen Beteiligung bei den Personalratswahlen Rückhalt für ihre Politik der konkreten Interessenvertretung, mit der auch in schweren Zeiten Erfolge zu erzielen seien.

Für Nachfragen stehen zur Verfügung: 
Ingo Tebje, ver.di | Christian Gloede, GEW | | Jochen Kopelke, GdP

 

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