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CoronaGEW fordert Transparenz und Weitsicht von der Senatorin für Bildung

Die GEW fordert die Senatorin auf, den Reaktionsstufenplan an transparente Kriterien zur Umsetzung, gemäß der Empfehlungen des RKIs zu koppeln.

10.11.2020 - Elke Suhr

Noch vor einer Woche versicherte die Senatorin bei der Übergabe der von der GEW initiierten Petition, zur Einführung von Unterricht in Halbgruppen, den Anwesenden, dass die Bildungsbehörde aktuelle Corona Fallzahlen auf der Homepage dokumentiert. Laut Frau Bogedan schließen die aktuellen Zahlen Unterricht in Halbgruppen aus, da alle Schüler*innen eine bestmögliche Unterrichtsversorgung erhalten müssten.

Bremen – Rückmeldungen von Bremer Schulen lassen den Verdacht wachsen, dass die offiziellen Zahlen die aktuelle Lage der Einrichtungen nicht annähernd abbilden. Dies bestätigen auch die vom RKI für Bremen veröffentlichten Zahlen (vgl. Weser Kurier, 7.11.20), die um ein Vielfaches höher liegen, als die Zahlen der Behörde. „Dazu kommt, dass mit jeder positiv getesteten Schüler*in die entsprechende Kohorte, inklusive der Lehrkräfte und der nichtunterrichtenden Pädagog*innen in Quarantäne müssen“ sagt Elke Suhr, Landesvorstandssprecherin der GEW Bremen.

„Warum wird ein Reaktionsstufenplan für die Bildungseinrichtungen geschrieben, wenn über die Anwendung keine Transparenz herrscht.“ fragt GEW-Landesvorstandsprecher Jan Ströh und meint weiter: „Das Papier erweist sich als unwissenschaftliches, für subjektive Einschätzungen offenes und somit unwirksames Regelwerk: Die Reaktionsstufen sind nicht an Fallzahlen gekoppelt, obwohl es hierfür klare Empfehlungen vom RKI gibt.“

Die GEW fordert die Senatorin auf, den Reaktionsstufenplan an transparente Kriterien zur Umsetzung, gemäß der Empfehlungen des RKIs zu koppeln. „Es kann nicht sein, dass die Schulen jetzt über Einzelanträge Genehmigungen für infektionspräventive Maßnahmen in Form von Gruppenverkleinerungen einholen müssen. Dadurch wird ein immens hoher Druck auf die Schulleitungen und das schulische Personal ausgeübt, der nicht zu verantworten ist" ergänzt Suhr.

Für Nachfragen steht zur Verfügung:
Elke Suhr 

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