GEW Bremen
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CovidGEW: Durchseuchung der Schüler*innen ist keine Option

Am Donnertag startet, inmitten exponentiell steigender Fallzahlen, im Land Bremen die Schule.

31.08.2021

Bundesweit zeigt sich, dass sich die steigenden Fallzahlen unter der nicht geimpften Bevölkerung abspielt. Das sind mindestens alle Kinder unter 12 Jahren, aber auch viele ältere Schüler*innen, die bis jetzt noch keinen vollen Impfschutz erlangt haben können.

„Um verlässlichen Präsenzunterricht anbieten zu können bedarf es deshalb weiterhin eines hohen Infektionsschutzes in den Schulen,“

sagt die Landesvorstandssprecherin der GEW, Barbara Schüll. „Denn Schüler*innen haben ein Recht auf Bildung und ein Recht auf Schutz vor Infektionen. Beides muss höchste Priorität haben.“

Um dies erreichen zu können, müssen Schutzmaßnahmen ergriffen werden, die über das Bereitstellen von Lüftungsanlagen hinausgehen. Die GEW fordert die Bildungssenatorin auf, sich für anfänglich tägliche Tests und eine Maskenpflicht für alle einzusetzen, damit Infektionen frühzeitig erkannt bzw. Infektionsketten unterbrochen werden können.

„In Bremerhaven wird dies zum Anfang des Schuljahres genauso wie in Niedersachsen umgesetzt“,

ergänzt die Landesvorstandssprecherin Elke Suhr. „Dies erwarten für auch für die Stadtgemeinde Bremen“

Denn die Ansage, dass es zu keinen weiteren Schulschließungen kommen soll, verschleiert die Konsequenzen, die jetzt auf die Familien zukommen können. Wenn sich die Pandemie in den nächsten Wochen und Monaten unter der nicht geimpften Bevölkerung ausbreitet, werden es die Familien der jüngeren Schüler*innen sein, die besonders leiden. Kinder werden vermehrt in Quarantäne geschickt werden und an Covid19 erkranken. Somit sind es wiederum die Eltern, die dann mit ihren Kindern zu Hause sein müssen. Die Verantwortung wird dadurch auf die Eltern abgeschoben und das Gesundheitsrisiko auf die Kinder. Dies gilt es zu vermeiden.

Für Nachfragen stehen zur Verfügung
Elke Suhr  und Barbara Schüll | Landesvorstandssprecherinnen