GEW Bremen
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GEW: Das 2-Säulen-Modell ist keine sinnvolle Alternative zu eine "Schule für Alle"

Auf einer Klausurtagung haben sich die Vorstände des Bremer GEW-Landesverbandes und der GEW-Stadtverbände Bremen und Bremerhaven am 24. Mai 2008 mit dem von der Bildungssenatorin vorgeschlagenen 2-Säulen-Modell auseinandergesetzt und dazu folgende Position formuliert:

24.05.2008 - Harry Eisenach

Die GEW tritt für ein gemeinsames Lernen aller Kinder und Jugendlichen bis zur 10. Klasse ein. Das 2-Säulen-Modell wird diesem Anspruch nicht gerecht. Es gibt keine sinnvolle Alternative zu einer „Schule für alle“ im Stadtteil, die in einer engen Verzahnung von Kindertagesstätte und Grundschulen ihren Anfang nimmt.

Die „Schule für alle“ als integriertes Stufenschulsystem schließt die bestehenden Gymnasien und Förderzentren von Beginn an ein. Die freie Wahl der Oberstufe mit Profilbildung bleibt zur Spezialisierung der Berufsvorbereitung oder zur Erlangung der Studienreife erhalten.

Damit Kinder nicht mehr in verschiedene Schulformen sortiert werden, ist das integrierte Gesamtsystem schnellstmöglich – beginnend in dieser Legislaturperiode – ab Klasse 5 aufzubauen. Die Planungen sind sofort aufzunehmen und die notwendigen materiellen Voraussetzungen zu schaffen. Eine erheblich höhere Mittel- und Personalausstattung benötigen die Schulen in sozialen Brennpunkten.

Zur Vorbereitung der erfolgreichen Umsetzung dieses integrierten Schulsystems wird die Unterrichtsverpflichtung ab sofort reduziert. Damit wird ausreichend Zeit für die demokratische Schul- und Unterrichtsentwicklung und die verpflichtende Fortbildung zur Verfügung gestellt. Dieses wird durch Neueinstellungen gewährleistet.

Eine „Schule für alle“ als integriertes Stufenschulsystem benötigt in der Lehrerausbildung die Weiterentwicklung zu einer einheitlichen Ausbildung in gleichwertigen Lehrämtern.

Geschäftsführender Landesvorstand der GEW Bremen

Elke Baumann

Harry Eisenach

Christian Gloede-Noweck

Bernd Winkelmann

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