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"Dem Ärger Luft machen!"

09.02.2017 - Christian Gloede

GEW erwartet Verkehrsbehinderungen nach Personalversammlung

Am Donnerstag, 9.2., findet um 9 Uhr im Bürgerhaus Vahr, Berliner Freiheit, eine Teil-Personalversammlung (TPV) aller Tarifbeschäftigten an Bremer Schulen statt. Eingeladen sind angestellte Lehrkräfte und Lehrmeister*innen, sozialpädagogische Fachkräfte, Schulsozialarbeiter*innen sowie Verwaltungsangestellte. Im Zentrum dieser TPV stehen die Arbeits- und Tarifbedingungen der angestellten Beschäftigten aller Träger an Bremer Schulen; nicht eingeladen sind die verbeamteten Lehrkräfte.

Bremen –  „Angesichts der Tatsache, dass die Arbeitgeber auch in der zweiten Tarif-Verhandlungsrunde immer noch kein Angebot vorgelegt haben und eingedenk einer steigenden Krankheitsrate, steigender Anforderungen und eines steigenden Fachkräftebedarfs, werden die Beschäftigten an Bremer Schulen ihrem Ärger unter Umständen Luft machen wollen“, erwartet Christian Gloede, Landesvorstandssprecher der GEW für den späteren Vormittag durchaus Verkehrsbehinderungen im Umkreis der Berliner Freiheit. Die unzureichenden Arbeits- und Tarifbedingungen und damit verbunden eine mangelnde Attraktivität des „Arbeitsplatzes Schule“ ließen befürchten, dass diese Lage nicht kurzfristig aufzulösen sei, so Gloede weiter.

Steigenden Schüler*innenzahlen stehen sinkende Fachkräftezahlen gegenüber, die Arbeitsbedingungen werden durch fehlende und unzureichend bis gar nicht sanierte Räumlichkeiten schwieriger, die arbeitszeitliche wie psychische Belastung der Beschäftigten nimmt ständig zu. „Das Gehaltsgefüge im Bereich der Schulen hinkt im Vergleich zu den Entwicklungen in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes wie in der Gesamtwirtschaft deutlich hinterher. Eine Angleichung ist hier mehr als nötig“, fordert die GEW.

Dass immer noch so viele Kolleg*innen in Schulen befristet und/oder in Teilzeit beschäftigt sind und tarifvertragliche Regelungen immer noch nicht für alle gelten, bezeichnet Gloede als „vorsichtig ausgedrückt ‚unklug’.“ „Wir sehen durchaus an kleinen Stellen Bemühungen des Bildungsressorts, aber der notwendige große Wurf fehlt offensichtlich schon allein in der Vorstellung der politisch Verantwortlichen“, konstatiert Gloede eine Bildungsfinanzierungspolitik des gesamten Senats, die zu Lasten von Lernenden wie Beschäftigten ginge. Von daher sei eine Aktion im Anschluss an die Personalversammlung Protest- wie Hilfeschrei.

Information:
Für Dienstag, den 14. Februar hat die GEW zu einem ganztägigen Warnstreik an Bremer und Bremerhavener Schulen aufgerufen.

Ansprechperson: Christian Gloede | Landesvorstandssprecher

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