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Bremischer Gewerkschaftstag der GEW diskutiert über Lehrkräftemangel, Unterrichtsqualität und Lehrerarbeitszeit

26.10.2016 - Andreas Staets

Jeweils knapp 40 Lehrerstellen blieben zum neuen Schuljahr in Bremen und Bremerhaven unbesetzt. Die unbesetzten Stellen machen ein Problem deutlich, dass unter der Oberfläche viel dramatischer ist: Mittlerweile wird in der Stadtgemeinde Bremen jede elfte Unterrichtsstunde nicht durch eine voll ausgebildete Lehrkraft unterrichtet. Oder sie fällt ganz aus. Tendenz steigend. Über 230 Vertretungskräfte in der Stadtgemeinde Bremen haben ihr Studium noch nicht beendet, sondern nur einen Bachelor-Abschluss. Wie geeignete Menschen für den Lehrberuf zu gewinnen sind, wie sie ausgebildet werden sollen, wie die Zwischenzeit zu überbrücken ist und wie der Lehrberuf wieder attraktiver werden kann, darüber beraten am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche die Delegierten des Bremischen Gewerkschaftstags der GEW.

Bremen – Bei Ihrer Beratung schauen die Gewerkschafter dabei auch über die Landesgrenze nach Niedersachsen. Eberhard Brandt, der Landesvorsitzender der GEW Niedersachsen stellt eine in Kooperation mit der Uni Göttingen durchgeführte aufwändige Studie zur LehrerInnenarbeitszeit und ihre Ergebnisse vor. Im Anschluss werdenr Anträge zu den Themen Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen und Lehrkräftemangel diskutiert.

Der Bremische Gewerkschaftstag ist das höchste Beschlussgremium des GEW-Landesverbands Bremen. Die kapp 100 Delegierten aus allen Bildungsbereichen verhandeln am Mittwoch, 26.10. und am Donnerstag, 27.10. jeweils von 9:00 bis 16:00 Uhr auch über die Beschulung von Geflüchteten, über Tarifforderungen und die Besoldung, über die Lehrerbildung und die Bildungsfinanzierung. Er bestimmt auch die Bremer Delegierten für den Bundesgewerkschaftstag der GEW im kommenden Mai.

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