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BürgerschaftswahlBremerhavener „Aktionsbündnis für Bildung“ und die GEW eröffnen den Bürgerschaftswahlkampf 2019

Bildungsbündnis und GEW fordern eine umfassende Bildung aller Kinder und Jugendlichen gemäß ihrer Möglichkeiten, nicht nur eine Vorbereitung auf die Arbeitswelt im Sinne ökonomischer Verwertbarkeit.

28.03.2019 - Bernd Winkelmann

Bremerhaven – Eine Idee des Präsidenten des Senats, Bürgermeister Sieling, wurde in die Überlegungen zur Zukunft des Bundeslandes eingebracht. Dies war die so genannte Zukunftskommission unter dem Titel „ Zukunft Bremen 2035“.

Das Bremerhavener Bündnis und die GEW formulieren insbesondere 2 Kritikpunkte.
Die Zeitperspektive für 2035 ist dann zu lang, wenn nicht vorher kurzfristiger wirksam werdende Maßnahmen ergriffen werden. Und:
Der Bürgermeisterbericht spricht durchgängig von „Qualifizierung“ und „Ausbildung“. Dies greift zu kurz: Bildungsbündnis und GEW fordern eine umfassende Bildung aller Kinder und Jugendlichen gemäß ihrer Möglichkeiten, nicht nur eine Vorbereitung auf die Arbeitswelt im Sinne ökonomischer Verwertbarkeit.

Was ist also zu tun? Wir benötigen eine Zukunftskommission, die an den Sorgen und Bedürfnissen der Praxis anknüpft. Deshalb fand heute unter Teilnahme von insgesamt 300 Personen die Gründungsversammlung der Kommission „Zukunft Bildung Jetzt“ statt. Die Kommission knüpft an die Aktionen des vergangenen Jahres an: Mit dem „Einsammeln des Schrotts“ (März 2018) und dem „Legen des Fundaments“ (September 2018) konnte die Kommission auf eine solide Vorbereitung zurückgreifen.

Heute formulierten Schulen und Einrichtungen ihre Sicht auf die Perspektiven, die sie von einer Entwicklung des Bildungssystems erwarten. Besonders betont wurde:

  • Der Mangel an Personal! In vielen Beiträgen wurde unterstrichen, dass es sowohl zu wenig Lehrkräfte als auch zu wenig Mitarbeiter*innen für andere Tätigkeiten gibt, die in der Schule ebenso von großer Bedeutung sind.
  • Der Mangel an Zeit! Viele Delegierte in der Zukunftskommission betonten, dass Kinder und Jugendliche Möglichkeiten erhalten müssen, in aller Ruhe zu lernen. Gleichzeitig ist es für die Pädagog*innen wichtig, sich intensiv mit den Schüler*innen auseinanderzusetzen und ihnen Anleitung zur Erschließung wichtiger Sachverhalte zu geben.
  • Der Mangel an Ausstattung! Unter diesem Gesichtspunkt gab es eine ganze Reihe von notwendigen Veränderungen. Diese bezogen sich auf Gebäude, die Einrichtungen in den Klassenzimmern, Sanitäranlagen und die digitale Ausstattung.

Die Veranstalter*innen zogen ein zufriedenes Resümee. Eine Teilnahme von insgesamt 24 Schulen und Organisationen ist überzeugend.

Mit Blick auf die formulierten Vorstellungen ist hervorzuheben, „dass die Akteure weiterhin auf ein Schulsystem setzen, in welchem alle Kinder gemeinsam lernen können“, so Bernd Winkelmann, Landesvorstandssprecher der GEW.

„Allerdings wird dies nur gelingen, auch das ist eine wiederholt formulierte Feststellung, wenn endlich die Rahmenbedingungen den im Schulgesetz ausgeführten Ansprüchen gerecht werden“, ergänzt er, „nicht erst 2035, sondern jetzt!“.

Für Nachfragen steht zur Verfügung:
Bernd Winkelmann | 0162-97 31 230

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