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Aus Versprechen Wahrheiten machen - Schulen warten auf Einstellungsfreigaben

In fünf Wochen gibt es Schulferien in Bremen und immer noch wissen weder Behörde noch Schulen wie viele Fachkräfte, welcher Natur auch immer, zum neuen Schuljahr zusätzlich eingestellt werden dürften

17.06.2015 - Christian Gloede

„Es wird darauf hinauslaufen, dass die Ausschreibungen dann rauskommen, wenn andere Bundesländer ihre Einstellungsverfahren abgeschlossen haben“, kommentiert Christian Gloede, Landesvorstandssprecher der GEW, die Warteschleife auf Verhandlungsergebnisse der Koalition bissig. „Oder es bestätigt sich, was böse Zungen behaupten, nämlich dass es keine Neu-Einstellungen gibt, sondern lediglich ein Versetzungskarussell in Gang gesetzt wird“. 

Bremen – Die ersten Ferien beginnen am 29.6. in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hamburg folgen zwei Wochen später. „Die Koalitionäre können nicht ernsthaft glauben, dass NRW und andere mit ihren Einstellungen warten, bis Bremen sich entscheiden hat, wen und wie viele wovon man will“, so Gloede weiter. Carsten Sieling, als designierter Bürgermeister, stünde hier im Wort. 
Den Unterrichtsausfall könne man weder mit Schulmanagern noch mit Schulsozialarbeiter*innen ausgleichen, dazu seien schon voll ausgebildete Lehrkräfte nötig. Dies gelte auch beispielsweise für notwendige Doppelbesetzungen im Rahmen inklusiven Unterrichts. Für den Ausbau inklusiver Ganztagsschulen, zur Qualitätssicherung und -verbesserung der Bremischen Schullandschaft insgesamt sei die Einstellung auch anderer Fachkräfte notwendig. „Wenn sich zum kommenden Schuljahr etwas zum Besseren wenden soll, müssen jetzt am Wochenende, wenn über Finanzen verhandelt wird, klare Entscheidungen fallen, die auch unverzüglich umgesetzt werden. Für die Einstellungsverfahren kann nicht erst die Konstituierung der Bürgerschaft und die Bildung eines neuen Senats abgewartet werden“, fordert die GEW.

Die GEW erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass allein der Ausgleich des Defizits zu Hamburg oder Berlin im Bereich der Ausgaben pro Schüler*in ca. 90 Mio. € beträgt.

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