GEW Bremen
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Aktion in Bremen zur bundesweiten Aktionswoche „Traumjob Wissenschaft“

Bildungsgewerkschaft fordert verlässliche Karriereperspektiven für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Mittwoch 04.11.2015 | von ca. 14.00 bis 14.30 Uhr | an der Universität Bremen, Verwaltungsgebäude Ansprechpartnerin vor Ort: Inge Kleemann

03.11.2015 - Inge Kleemann

 

Bremen – Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Traumjob Wissenschaft“ informiert die GEW Bremen am Mittwoch, den 04. November von 11:30 bis 14: 00 Uhr Beschäftigte und Studierende an der Universität Bremen über mangelnden Karriereperspektiven für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und die aktuellen Entwicklungen bei der Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Mit roten und grünen Kisten wird  auf das besorgniserregende Verhältnis befristeter und unbefristeter  Beschäftigungsverhältnisse in der Wissenschaft hingewiesen. Im Anschluss an den Infostand werden die Mitglieder des Ausschusses für Wissenschaft, Medien und Informationsfreiheit an der Universität begrüßt und mit den unsicheren Karriereperspektiven für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konfrontiert.

„Das Verhältnis von befristeten zu unbefristeten Verträgen ist vollkommen aus dem Ruder gelaufen Neun von zehn wissenschaftlichen Angestellten an Hochschulen haben einen Zeitvertrag! Bund und Länder müssen hier endlich eine Wende einleiten. Wir brauchen im Bund eine echte Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes aber auch die bremische Politik muss Rahmenbedingungen für mehr unbefristete Stellen schaffen indem sie das Prinzip Dauerstellen für Daueraufgaben im Bremischen Hochschulgesetz verankert“, fordert der Landesvorstandsprecher der GEW Bremen Bernd Winkelmann. In der Aktionswoche werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch in Bremen deutlich machen, dass sie endlich faire Beschäftigungsbedingungen und verlässliche Berufsperspektiven bekommen müssen. „Das Befristungsunwesen ist nicht nur unanständig gegenüber hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, es unterminiert auch die Kontinuität und damit die Qualität von Forschung und Lehre“, kritisiert Bernd Winkelmann.

Zum Hintergrund

Am Donnerstag wird der Bundestag den Entwurf der Bundesregierung für eine Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes in erster Lesung beraten. „Wenn Nachwuchswissenschaftler befristet beschäftigt werden, um sich zu qualifizieren, müssen sie einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung in der Arbeitszeit bekommen. Für Zeitverträge müssen konkrete und verbindliche Mindestlaufzeiten gelten. Wer Kinder betreut, muss einen Anspruch auf Vertragsverlängerung bekommen. Gewerkschaften und Arbeitgeber müssen endlich Tarifverträge über Zeitverträge schließen dürfen – weg mit der Tarifsperre!“, mahnte der GEW-Hochschulexperte Andreas Keller

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erhöht in dieser Woche bundesweit den Druck auf die Große Koalition, um eine Reform des Zeitvertragsrechts in der Wissenschaft durchzusetzen. Daher hat die GEW vom 2. bis 6. November zu einer bundesweiten Aktionswoche aufgerufen. Diese steht unter dem Motto „Traumjob Wissenschaft“.

Weitere Informationen, einschließlich einer Synopse mit dem geltenden Gesetzestext, dem Regierungsentwurf und dem Gesetzentwurf der GEW finden Sie hier:http://www.gew.de/wissenschaft/wissenschaftszeitvertragsgesetz/.

Für Nachfragen steht zur Verfügung Inge Kleemann

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