GEW Bremen

Frauenbeauftragte

Kandidatinnen:

Plakat (PR-Wahl 2020) _Anke Wuthe _A2 _01

Anke Wuthe

Nicola Klesch

Die starke Vertretung für alle Frauen an Schule und ReBUZ

Bereits im November 1990 trat das Landesgleichstellungsgesetz (LGG) in Kraft, seit 1993 gibt es das Amt der Frauenbeauftragten-Schulen. Gleichberechtigung sollte daher eigentlich schon lange selbstverständlich und wir dadurch überflüssig sein. Die Realität sieht aber leider ganz anders aus und unsere Arbeit ist im Hinblick auf veränderte Schulstrukturen und Arbeitsschwerpunkte sowie auf ständig steigende Belastungen unverändert wichtig.

Viele Bereiche unserer Arbeit, wie z.B. die persönliche Unterstützung von Frauen zur Wahrung ihrer Rechte, sind wenig öffentlich und finden häufig in streng vertraulichen Einzelgesprächen statt. Neben der individuellen Beratung, Begleitung und Unterstützung erarbeiten und erkämpfen wir zudem notwendige strukturelle Veränderungen. Die Grundlage unserer Arbeit ist das Landesgleichstellungsgesetz. An allen personellen, sozialen und organisatorischen Entscheidungen der Behörde müssen wir beteiligt werden.

Und davon machen wir Gebrauch! Unter anderem wachen wir darüber, dass Findungsverfahren transparent ablaufen und die Bestenauslese eingehalten wird. Wir haben an der Erstellung der Dienstvereinbarung zur „Versetzung und Abordnung“ mitgearbeitet, damit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie Rechnung getragen wird. Wir bringen unsere Forderungen bei der Überarbeitung des Teilzeiterlasses ein, haben uns für die Erhöhung der Zahl der Ausbildungsplätze für Referendare und die Qualifikation von Seiteneinsteigern eingesetzt.

Wir achten auf die Einhaltung des LGG und legen bei Verstößen Widerspruch ein. Wir sind für euch da!

Wofür setzen wir uns ein?

Ohne den Einsatz der Frauenbeauftragten gäbe es heute die Frauenförderung in vielen Bereichen nur auf dem Papier. Wir haben erreicht, dass der Frauenförderplan unter unserer Mitarbeit regelmäßig fortgeschrieben wird. Das war ein hartes Stück Arbeit und ein zähes Ringen um jede Formulierung zugunsten der Frauen.

Die senatorische Dienststelle hat für ihre Mitarbeiter*innen bereits seit Jahren Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie entwickelt und sich als familienfreundlicher Betrieb zertifizieren lassen. Leider gilt das nicht für die rund 7000 Beschäftigten an Schulen und ReBUZ. Stundenpläne und Schulalltag sind selten familienfreundlich. Viele Frauen arbeiten deshalb in Teilzeit und verzichten damit auf monatliches Einkommen und auf entsprechende Renten- bzw. Pensionsansprüche! Trotzdem wird der Beruf damit nicht familienfreundlicher. Teilzeitarbeit reduziert nicht zwangsläufig die Belastung, das zeigt die Praxis. Wir haben inzwischen erreicht, dass in Zusammenarbeit mit dem Verein „impulsgeber zukunft“, der SKB, Schulleitungen, PR, SBV und der Frauenbeauftragten ein Leitfaden zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf erstellt wird. Eine Zertifizierung der Schulen und ReBUZ als familienfreundliche Arbeitsplätze soll ein Ansporn sein, Familienfreundlichkeit zu leben und umzusetzen:

  • Wir fordern eine bessere Ausstattung der Schulen mit gut ausgebildeten Lehrkräften, Sonderpädagog*innen, Sozialpädagog*innen, pädagogischen Mitarbeiter*innen und Betreuungskräften – und das selbstverständlich nicht in Leiharbeit!
  • Wir fordern die Absenkung der Unterrichtsverpflichtung bzw. der Stundenzahl für die Arbeit am Kind, durchgehende Doppelbesetzungen, mehr Kooperationsstunden für ALLE in multiprofessionellen Teams und angemessene Vertretungsreserven.
  • Wir fordern auch mehr Unterstützung für die Verwaltungskräfte und eine angemessene Vergütung ihrer so herausfordernden und anspruchsvollen Arbeit.

Für diese Ziele setzen wir uns ein und arbeiten dabei eng mit dem Personalrat und der Schwerbehindertenvertretung zusammen.

Was machen wir für euch?

Wir beraten und begleiten euch zu Dienst- und BEM-Gesprächen und unterstützen euch in Konfliktsituationen. Wir beraten euch darüber hinaus –natürlich vertraulich- unter anderem zu den Themen:

  • Arbeitszeitregelungen, Teilzeit, Rente und Pension
  • Abordnung und Versetzung
  • Mutterschutz, Elternzeit und Wiedereinstieg
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Mobbing
  • Sexuelle Belästigung
  • Karriereplanung

Die Frauenbeauftragten-Schulen sind für euch da.

Wahl der Frauenbeauftragten am 18. März

Eure Frauenbeauftragte: Anke Wuthe

Anke Wuthe ist Lehrerin der Sek I und II. Als aktives GEW-Mitglied, engagiert sie sich im Arbeitskreis Frauen und in vielen überregionalen Frauenausschüssen. Seit 2008 arbeitet sie im Team der Frauenbeauftragten Schulen, gemeinsam mit Johanna Springfeld und Katrin Hütter vertrett sie die Interessen von Kolleginnen an Schulen.

„In diesen Jahren habe ich viele Frauen in unterschiedlichen Bereichen individuell unterstützt, sie z. B. in Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beraten, sie zu BEM- und Dienstgesprächen begleitet und dazu beigetragen, dass mehr Frauen Funktionsstellen bekleiden. Durch hartnäckiges Bestehen auf transparente Richtlinien ist es uns gelungen, einheitliche und vergleichbare Findungsverfahren für die Besetzung von Funktionsstellen im bremischen Schuldienst durchzusetzen.

In allen Gremien und Arbeitsfeldern der Schulbehörde setze ich mich für die Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes ein.

Um gegenüber den Behördenvertreter*innen fundiert argumentieren und die Rechte der Betroffenen durchsetzen zu können, braucht es viel Erfahrung und genaue Kenntnis der Strukturen und Gesetze. In der Behörde habe ich mir einen Namen gemacht als durchsetzungsfähige, beharrliche Vertreterin/Verfechterin der Rechte der im Bereich Schulen und ReBUZ beschäftigten Kolleginnen und als unermüdliche Kämpferin für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Ich möchte meine Erfahrung und die im Rahmen dieser Tätigkeit erworbene Kompetenz weiter zu eurem Nutzen einsetzen und mich zur Wahl stellen, um weiterhin mit großem Engagement, Einfühlungs- und Durchsetzungsvermögen eure Interessen gegenüber den Dienststellen zu vertreten und euch zu unterstützen.

Nur starke Interessenvertretungen können etwas erreichen und Verbesserungen durchsetzen. Nutzt also eure Chance - macht am 18. März von eurem Wahlrecht Gebrauch und wählt eure Frauenbeauftragte!“

Anke Wuthe – Frauenpower für euch