GEW Bremen
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Beschäftigte an Berufsschulen

Die GEW und die Berufsbildende Schule

Eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung und eine gute Ausstattung des Überganges von allgemeiner Bildung in berufliche Bildung ist die Voraussetzung für die wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Region. Nachdem es in den letzten Jahren etwas ruhiger um die berufsbildenden Schulen geworden ist, schlägt sich allerdings auch hier die dauerhafte Unterfinanzierung der bremischen Bildungspolitik nieder. Schwierige räumliche Bedingungen, mangelnde und nicht mehr zeitgemäße Ausstattungen sowie Probleme in der Personalentwicklung führten in der nahen Vergangenheit zu einer kritischen öffentlichen
Diskussion.

Die politisch Verantwortlichen sehen die Lösung des Problems nicht in der Aufstockung der Bildungsbudgets, sondern in der Abgabe ihrer Verantwortung an die selbstständige Schule. Hierzu gibt es nun einen politischen Auftrag – seit dem neuen Koalitionspapier gilt dies sogar inzwischen für alle Schulen. Was aber genau unter Selbständigkeit zu verstehen ist, wird nicht definiert. Eine größere Leistungsstärke derartiger Konzepte ist durch keine wissenschaftliche Evaluation belegt. Sie soll aber bezüglich der Personalgewinnung und der Bewirtschaftung von Raum und Ausstattung die Lösung für alle Probleme der Qualitätsentwicklung und Personalsicherung unserer Schulen sein.

Kernpunkt bleibt dabei die Budgetierung. Wie hoch die zugewiesenen Mittel sein werden und wofür sie tatsächlich eingesetzt werden dürfen, etc. ist bisher offen.

Das Gleiche gilt für die dann zu treffenden Zielvereinbarungen. Müssen die Schulen den Mangel bisher nur verwalten, sind sie nun für den Mangel selber verantwortlich!
Erfahrungen in anderen Bundesländern zeigen, dass es dabei selten zu Budgeterhöhungen, sondern eher zu Budgetbeschneidungen kommt. Anstatt die Verantwortung in die Einzelschulen zu geben, sollten die Kapazitäten besonders in der Personalgewinnung eher gebündelt werden. Hier müssen die berufsbildenden Schulen zunehmend enger zusammenarbeiten.

Wir, die Personalräte konnten in der Vergangenheit durch zahlreiche Gespräche mit der Senatorischen Behörde erreichen, dass der sogenannte Seiteneinstieg B mit Qualifizierungsmaßnahmen auch für zukünftige Lehrkräfte an Berufsschulen wieder möglich ist. Wir wissen aber auch, dass dies nicht ausreichen wird. Um die Fachlichkeit an den Berufsschulen zu erhalten, sind weitere Seiteneinstiegsprogramme speziell für Fachhochschulabsolvent*innen dringend erforderlich. Hier muss pädagogisch und didaktisch gut qualifiziert und dann auch entsprechend tariflich bezahlt werden. Eingerahmt in eine Lernfelddidaktik, die eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis in kleinen Lerngruppen zulässt, müssen materielle und personelle Ausstattungen von Fachräumen, Werkstätten und Laboren wieder in den Mittelpunkt der beruflichen Bildung rücken.

Dafür stehen die GEW-Kandidaten im Personalrat Schulen!

Angelika Hanauer

Lehrerin,
Wilhelm Wagenfeld Schule,
Beamtin

Jürgen Hadtstein

Lehrer,
SZ Neustadt,
Beamter

Frauke Toppe

Lehrerin,
SZ Walle,
Beamtin

Frank Hemmerling

Lehrer,
SZ Grenzstraße,
Beamter

Denise Robinson

Lehrerin,
SZ Utbremen,
Angestellte

Karsten Krüger

Lehrer,
Allgemeine Berufsschule,
Beamter

Natascha Boschen

Lehrerin,
SZ Blumenthal,
Beamtin

Was wir tun!

  • Offensiv als starker Personalrat für eure berechtigten Interessen eintreten und für deren Durchsetzung kämpfen
  • In Personalversammlungen eure Anliegen aufnehmen, unterstützen und gegenüber dem Arbeitgeber für deren Realisierung eintreten
  • Unterstützung in Konferenzen zur Umsetzung von Forderungen „vor Ort“ geben
  • Begleitung in Dienst- Konflikt- und BEM-Gesprächen anbieten
  • Individuelle Beratungen durchführen
  • Eure Gefährdungsanzeigen auf den Weg bringen

Darum: Am 9. März GEWählen!