GEW Bremen - Website https://www.gew-hb.de GEW Bremen - Website de-DE GEW Bremen - Website Mon, 23 Jul 2018 13:03:58 +0200 Mon, 23 Jul 2018 13:03:58 +0200 TYPO3 EXT:news news-14498 Fri, 29 Jun 2018 15:30:00 +0200 Ferien! https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/ferien-1/ Schönen Sommer! :-) Bertolt Brecht (1898-1956)

Alljährlich im September, wenn die Schulzeit beginnt
Stehen in den Vorstädten die Weiber in den Papiergeschäften
Und kaufen die Schulbücher und Schreibhefte für ihre Kinder.
Verzweifelt fischen sie ihre letzten Pfennige
Aus den abgegriffenen Beutelchen, jammernd
Daß das Wissen so teuer ist. Dabei ahnen sie nicht
Wie schlecht das Wissen ist, das für ihre
Kinder bestimmt wird.

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GEW Gesundheit Artikel Bremen
news-14029 Sat, 16 Jun 2018 23:59:00 +0200 Warum es nicht rund läuft https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/warum-es-nicht-rund-laeuft/ Die Lehrkräfteausbildung ist oft mangelhaft - Vorwort zum Schwerpunkt Schule Bildungsfinanzierung Bildungsqualität LehrerInnenbildung Artikel Zeitschrift Bremen Stadt Bremen Bremerhaven news-14037 Sat, 16 Jun 2018 23:58:00 +0200 70 Jahre GEW | 190 Jahre Bremer Lehrervereine | Teil 13 https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/70-jahre-gew-190-jahre-bremer-lehrervereine-teil-13/ Harte Zeiten nach der Wende: Restauration des Gymnasiums und Arbeitszeitverlängerung Die Bremer GEW von 1990 bis 1997 Zwei Pflichtstunden mehr

Nach der Wende von 1989 hatten mehrere Bundesländer, darunter Berlin und Niedersachsen, die Pflichtstundenzahl der Lehrkräfte erhöht, um sich Spielraum für Stellenstreichungen zu verschaffen. Großdemonstrationen und eintägige Streiks der GEW-Landesverbände hatten dies nicht verhindern können. In diesem Szenario der Erfolglosigkeit gegenüber den Diktaten der Arbeitgeber entwickelten der Bundesvorsitzende Dieter Wunder und der Leiter des Vorstandsbereiches Angestellten- und Beamtenpolitik, Heinz Putzhammer, das Konzept, durch eine Neubewertung der Lehrerarbeitszeit nach dänischem Vorbild wieder in eine Verhandlungsposition gegenüber den Landesregierungen zu kommen. Sie führten Gespräche mit mehreren Kultusministern und fanden Gehör beim Bremer Bildungssenator, der sich in der „Frankfurter Rundschau“ positiv dazu äußerte. Im Juli 1994 stellte Heiko Gosch, einer der drei Bremer Landesvorstandssprecher*innen, das Konzept in der BLZ vor und befürwortete es. Die GEW Bremen wurde jetzt sowohl vom Arbeitgeber als auch von der Bundes-GEW gedrängt, in Verhandlungen einzutreten. Aus dem Stadtverband Bremen kam auf einer Arbeitszeitkonferenz im September viel Kritik an dieser Vorgehensweise. Es wurde befürchtet, dass solche Modelle der Faktorisierung von Tätigkeiten sehr leicht durch die Veränderung der Faktoren zu einer Erhöhung der Arbeitsbelastung instrumentalisiert werden könnten. Außerdem entlaste eine damit einher gehende Globalzuweisung die Behörde von der Verantwortung zur Abdeckung des Unterrichtsbedarfs an jeder einzelnen Schule.

Der Bremische Gewerkschaftstag im November 1994 beschloss eine Mitgliederbefragung über die Bereitschaft, Arbeitszeitmodelle zu erproben, und beauftragte den Landesvorstand – bei entsprechendem Ergebnis - mit dem Senator für Bildung einen Kooperationsvertrag über Modellversuche auszuhandeln. Bedingung sollte ein Moratorium sein, in dem der Arbeitgeber sich verpflichtete, für die Dauer der Modellversuche keine nachteilige Veränderung der Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte vorzunehmen, Der Vertragsentwurf wurde am 02.Mai1995 von einem a.o. Gewerkschaftstag gebilligt und am 03.Mai unterzeichnet.

Inzwischen war die Ampelkoalition nach einem Streit in der Umweltpolitik auseinander gebrochen. Nach den Neuwahlen am 14.Mai1995 bildete die SPD mit der CDU eine große Koalition. Der bisherige Bildungssenator Henning Scherf wurde Präsident des Senats, ihm folgte Bringfriede Kahrs als zuständige Senatorin. Die neue Koalition beschloss umfangreiche Abbau-Maßnahmen im öffentlichen Dienst und wollte einen „Solidarpakt“ mit den Gewerkschaften abschließen, in dem der Verzicht auf noch mehr Personalabbau durch Gehaltsverzicht erkauft würde. Der Bremische Gewerkschaftstag im November 1995 lehnte solche Verhandlungen ab.

Mit den Beschlüssen zum Personalabbau war klar, dass der Arbeitgeber das Moratorium nicht einhalten würde. Außerdem hatten nur wenige Schulen beschlossen, sich an Modellversuchen zu beteiligen. Im September 1996 verlangte die Bildungssenatorin von der GEW in einem Schlichtungsverfahren über den Kooperationsvertrag, der verbindlichen Einführung eines Arbeitszeitmodells zuzustimmen, in dem die „Zeit mit Schülern“ erhöht und generelle Präsenzzeiten eingeführt werden sollten. Dies lehnte die GEW ab.

Im Februar 1997 beschloss der Koalitionsausschuss von SPD und CDU eine Pflichtstundenerhöhung um zwei Stunden. Die GEW bereitete einen Arbeitskampf vor. Am 30. April fand der eintägige Streik mit 4500 Teilnehmer*innen statt. Das waren 2/3 aller Lehrkräfte. Zum Schuljahr 1997/98 trat die Pflichtstundenerhöhung in Kraft. Die Verhandlungsstrategie über neue Arbeitszeitmodelle war gescheitert. Heiko Gosch trat nach interner Kritik nicht mehr zur Wahl als Landesvorstandssprecher an. Die Bremer GEW musste sich nach den fundamentalen Niederlagen in der Bildungs- und Arbeitszeitpolitik neu orientieren.

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GEW Artikel Bremen Stadt Bremen
news-14023 Sat, 16 Jun 2018 23:44:00 +0200 Antisemitismus in Bremer Klassenzimmern https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/antisemitismus-in-bremer-klassenzimmern/ Eigene Erfahrungen und theoretische Überlegungen Schule Gesellschaftspolitik Gleichstellung Artikel Zeitschrift Stadt Bremen news-14028 Sat, 16 Jun 2018 23:26:00 +0200 Was wir von uns preisgeben… https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/was-wir-von-uns-preisgeben/ Verbraucher und ihre Verantwortung Schulsozialarbeit Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Inklusion Gute Arbeit Gleichstellung Artikel Zeitschrift Bremen Stadt Bremen news-14032 Sat, 16 Jun 2018 22:20:00 +0200 Schlechtes Zeugnis für Schönrechner https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/schlechtes-zeugnis-fuer-schoenrechner/ Massiver Lehrkräftemangel wird kleingeredet Schule Bildungsfinanzierung Bildungssystem LehrerInnenbildung Gute Arbeit Artikel Zeitschrift Bremen Stadt Bremen news-14036 Sat, 16 Jun 2018 19:24:00 +0200 Löcher-Stopfen reicht nicht https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/loecher-stopfen-reicht-nicht/ Lehrkräfte-Bedarf und Lehrkräfte-Ausbildung in Bremen Schule Bildungsfinanzierung Bildungsqualität LehrerInnenbildung Gute Arbeit Artikel Zeitschrift Bremen news-14031 Sat, 16 Jun 2018 19:23:00 +0200 „Man fühlt sich wie im Hamsterrad!“ https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/man-fuehlt-sich-wie-im-hamsterrad/ Zur Situation der Fachdidaktik an der Uni Bremen Ein Gespräch mit Bàrbara Roviró, Sabine Horn und Annette Ladstätter-Weißenmayer Schulsozialarbeit Schule Bildungsgerechtigkeit Inklusion Artikel Zeitschrift Bremen news-14021 Sat, 16 Jun 2018 17:32:00 +0200 Ein Notstand, der niemanden interessiert https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/ein-notstand-der-niemanden-interessiert/ Randbemerkungen zum Zustand der universitären Bildung Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Inklusion Gleichstellung Artikel Zeitschrift Bremen Stadt Bremen news-14026 Sat, 16 Jun 2018 16:35:00 +0200 Bremen lehnt ab, Niedersachsen freut sich https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/bremen-lehnt-ab-niedersachsen-freut-sich/ Personalmangel: Ambitionierte junge Lehrkräfte werden wiederholt vertröstet und nicht zum Referendariat zugelassen. Warum? Schule Bildungsfinanzierung LehrerInnenbildung Artikel Zeitschrift Bremen news-14022 Sat, 16 Jun 2018 12:33:00 +0200 Staatsexamen im Kanu https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/staatsexamen-im-kanu/ Wie ein Referendariat auch anfangen kann Schule LehrerInnenbildung Gute Arbeit Artikel Zeitschrift Bremen news-14035 Sat, 16 Jun 2018 12:27:00 +0200 Investitionsbremse mit zersetzender Wirkung https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/investitionsbremse-mit-zersetzender-wirkung/ Kommunale Austerität in Bremen Schule GEW Bildungssystem Gute Arbeit Mitbestimmung Artikel Zeitschrift Stadt Bremen news-14024 Sat, 16 Jun 2018 07:01:00 +0200 Die Suche nach dem Mehrgewinn https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/die-suche-nach-dem-mehrgewinn/ Das Referendariat und seine Herausforderungen Schule LehrerInnenbildung Gesundheit Gute Arbeit Artikel Zeitschrift Bremen news-14019 Sat, 16 Jun 2018 04:01:00 +0200 Der Deutsche Sonderweg https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/der-deutsche-sonderweg/ Das Bundesverfassungsgericht hält am Streikverbot für beamtete Lehrkräfte fest. Schule GEW Gute Arbeit Gleichstellung Beamte Artikel Zeitschrift Bremen Stadt Bremen news-14027 Sat, 16 Jun 2018 03:17:00 +0200 Hilferuf der Behörde https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/hilferuf-der-behoerde/ Arbeitskreis Seniorinnen und Senioren der GEW Schule Mitglieder 60+ Bildungsqualität Gute Arbeit Artikel Zeitschrift Bremen news-14025 Sat, 16 Jun 2018 02:47:00 +0200 Perspektiven der Lehrer*innenbildung https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/perspektiven-der-lehrerinnenbildung/ GEW bietet Veranstaltungsreihe an Schule LehrerInnenbildung Artikel Zeitschrift Bremerhaven news-14034 Sat, 16 Jun 2018 01:45:00 +0200 23 Euro statt 20,50 Euro https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/23-euro-statt-2050-euro/ Verbesserungen für VHS-Dozent*innen kommen! Weiterbildung GEW Gute Arbeit Tarif Artikel Zeitschrift Stadt Bremen news-14020 Sat, 16 Jun 2018 01:28:00 +0200 Kompolei – Belastung – neue pädagogische Aufgaben https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/kompolei-belastung-neue-paedagogische-aufgaben/ AK Grundschule - Seminar vom 25.5.-26.5. in Wremen Schulsozialarbeit Berufliche Bildung Schule GEW Bildungsgerechtigkeit Bildungsqualität Bildungssystem Inklusion Artikel Zeitschrift Bremen Stadt Bremen news-14018 Sat, 16 Jun 2018 01:21:00 +0200 Frischluft: Natürlich wieder die Russen! https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/frischluft-natuerlich-wieder-die-russen/ Bildungsqualität Artikel Zeitschrift Bremen news-13988 Sat, 16 Jun 2018 01:01:00 +0200 Netzwerke bilden - Übergänge gestalten https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/netzwerke-bilden-uebergaenge-gestalten/ AK „Gute Bildung für Geflüchtete“ bietet Seminar an Schulsozialarbeit Berufliche Bildung Schule GEW Bildungsgerechtigkeit Bildungsqualität Bildungssystem Inklusion Artikel Zeitschrift Bremen Stadt Bremen news-14030 Sat, 16 Jun 2018 01:01:00 +0200 Keine lebendige Debatte https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/keine-lebendige-debatte/ Diskussionsbeitrag zur GEW-Mitgliederversammlung GEW Artikel Zeitschrift Bremen Stadt Bremen news-14033 Sat, 16 Jun 2018 01:00:00 +0200 Personalversammlungen der Lehrräfte sowie der pädagogischen Mitarbeiter*innen im Schlachthof https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/personalversammlungen-der-lehrraefte-sowie-der-paedagogischen-mitarbeiterinnen-im-schlachthof/ Pädagogische Mitarbeiter*innen fordern bessere Arbeitsbedingungen (Stellenportal, Kooperationszeit und Fortbildung in der Regelarbeitszeit) Lehrkräfte fodern: „Lehrkräfte entlasten und Unterrichtsqualität verbessern“ Teilpersonalversammlung der Pädagogischen Mitarbeitenden der Bremer Schulen

Andrea Köster

Auf einer sehr gut besuchten Teilpersonalversammlung der Pädagogischen Mitarbeitenden der Bremer Schulen im Schlachthof am 29. Mai wurde Klartext geredet. Die Arbeitsbedingungen der KollegInnen müssen spürbar verbessert werden, wenn in Zeiten eines erkennbaren Fachkräftemangels dieser Arbeitsbereich nicht abgehängt werden soll, so die Hauptforderung.

Michal Myrcik, Vorsitzender des PR-Schulen, beschrieb in seiner Eingangsrede die Situation von PMs in den Schulen. Sie leisten einen unverzichtbaren Bestandteil für die Umsetzung des Bildungsauftrages in einer sich wandelnden Schulwelt. Zwar hat der PR in der Vergangenheit schon zahlreiche Verbesserungen für die Beschäftigten erreicht, wie zuletzt eine einvernehmliche Regelung für den Krankheitsfall im Urlaub, dennoch hinken die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit im Schulbereich noch immer vergleichbaren Tätigkeitsfeldern bei anderen Dienstherren hinterher.

Katharina Krieger (GEW-Referentin) betonte, dass besonders der hohe Anteil von Teilzeitbeschäftigten die Gefahr der Altersarmut für die KollegInnen erhöht, denen nur selten die Möglichkeit geboten wird mit einem vollen Stundenkontingent in ihrem Berufsfeld zu arbeiten. Einhergehend  mit ihrer schlechteren Grundbesoldung in Schulen und den allgemeinen Rentenreduzierungen wird ihr Ruheentgeld nicht für eine auskömmliche Alterssicherung ausreichen. Aber nicht nur perspektivisch besteht Handlungsbedarf, auch aktuell sind dringend Verbesserungen der Arbeitsbedingungen angezeigt. So forderte  Ina von Boetticher (GEW-Landesvorstandssprecherin) eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für PMs in Schulen, um die Attraktivität des Berufsfeldes zu steigern.

Die wichtigsten Forderungen der PMs wurden in drei Anträgen an die Bildungssenatorin deutlich formuliert:

1. Ein Stellenportal analog zu Modellen in anderen Arbeitsbereichen der Schulen muss auch für PMs eingerichtet werden, damit diese die Möglichkeit erhalten , selbstbestimmt alternative Arbeitsangebote der Behörde (zum Beispiel mit höherer Stundenzahl, befristete Vertretungen) wahrzunehmen.

2. Trägerübergreifend sollen bei einer Vollzeitstelle 28 Stunden Arbeit am Kinde geleistet und das restliche Arbeitsvolumen als Vorbereitung- und Kooperationszeit anerkannt bzw.  geleistet werden. Auch den PMs ist Altersteilzeit zu gewähren.

3. Auch PMs wird trägerübergreifend die Möglichkeit eingeräumt, Fortbildung während ihrer Regelarbeitszeit von 8 - 16 Uhr zu belegen.

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news-13821 Tue, 05 Jun 2018 08:48:00 +0200 Kosten für Klassenfahrten und Ausflüge müssen erstattet werden https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/kosten-fuer-klassenfahrten-und-ausfluege-muessen-erstattet-werden/ die Praxis sieht jedoch anders aus, obwohl Klassenfahrten und Exkursionen Dienstreisen sind. Verzichtsklausel

Reisekostenanträge mit einer Verzichtsklausel sind rechtswidrig [Urteile OVG Nordrhein-Westfalen v. 14.11.2012 Az. 1 A 1579/10 und BAG v. 16.10.2012 Az. 9 AZR 183/11]. Niemand ist verpflichtet zu fahren, wenn die Reisekostenerstattung nicht gewährleistet werden kann.

Freiwilliger Verzicht

Ein freiwilliger Verzicht seitens der Beschäftigten ist besonders fragwürdig, wenn sich Kolleg*innen noch in einem Ausbildungs- oder Probeverhältnis befinden. Außerdem erhöht das den Druck auf alle anderen, sich ebenso zu verhalten und vertuscht, dass das Budget der Schulen nicht ausreicht.

Umgang der Bildungsbehörde mit dem Reisekostenproblem

Die Bildungsbehörde hat sich zum Sachstand der „Reisekostenübernahme für Lehrerinnen und Lehrern bei Schulfahrten und Exkursionen“ [https://www.bremische-buergerschaft.de/drs_abo/2017-09-19_Drs-19-1245_069bb.pdf]  folgendermaßen geäußert: „Lehrkräfte, die Klassenfahrten begleiten, haben grundsätzlich Anspruch auf die Erstattung von Fahrtkosten, Aufwandsvergütungen für Verpflegung und Übernachtung sowie Nebenkosten (Kurtaxe, Eintrittsgelder…)“. Bagatell- bzw. Höchstgrenzen bezüglich möglicher Kostenanteile der Lehrkräfte existierten nicht. Die Gesamtkosten für Klassenfahrten seien jedoch laut Reisekostenrichtlinie vom 18. Juli 2011 begrenzt. Dort heißt es, dass „Lehrkräfte und Schulleitungen verpflichtet [sind], die Kosten für Klassenfahrten zu begrenzen“.

Unrealistische Pauschalen

In den Reisekostenbestimmungen von 2001 sind folgende Pauschalen festgelegt:

Aufwandsentschädigungen pro Tag:
Unterkunft 11 €; Verpflegung 12 €, an An- und Abreisetagen je 6 €
für die gesamte Fahrt: nachgewiesene Nebenkosten (Eintrittsgelder für Museen, Theater usw.) max. 13 €
Nachgewiesene Fahrtkosten am Aufenthaltsort: max. 11 €.
Fahrtkosten für die Hin- und Rückfahrt: werden erstattet.

In seinem Urteil vom 4. Mai 2017 stellte das OVG Lüneburg [ Az. 5 LB 6/16] fest, dass nachgewiesene Übernachtungskosten bei Klassenfahrten in Höhe von 30 €, im begründeten Einzelfall darüber hinaus, wohl angemessen sind. Außerdem wurde bemängelt, dass die Übernachtungspauschale nicht regelmäßig an die tatsächliche durchschnittliche Kostenentwicklung angepasst wurde. Das Urteil bezieht sich auf das Jahr 2013, die Beträge für die bremischen Aufwandsentschädigungen stammen aus dem Jahr 2001!!!

Umgang mit Freiplätzen

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist davon auszugehen, dass Freiplätze durch eine Umlage der Kosten auf die übrigen Teilnehmer erwirtschaftet werden. Laut Reisekostenrichtlinie vom 18. Juli 2011 dürfen Kosten aber nicht auf die Schüler*innen umgelegt werden.

Kontoführung

Laut Behörde muss jede Schule ein Schulsparbuch oder das Konto des Schulvereins zur Verfügung stellen.

Schlussfolgerung des PR

Da jede Schule, laut Behörde, für ihren Haushalt selbst verantwortlich ist, obliegt es den Schulen ihr Reisekostenbudget dem Fahrtenkonzept anzupassen. Alles andere würde bedeuten, dass die Kolleg*innen mit der Übernahme der Reisekosten die Ausstattung der Schulen finanzierten.

Die Verantwortlichkeit jeder Schule für ihr Budget geht auf das Bremer Schulverwaltungsgesetz zurück. In § 33 (2) 1 steht, dass die Schulkonferenz (Sk) über „die Aufteilung der der Schule zur eigenen Bewirtschaftung zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel“ beschließt. Unter § 33 (2) steht auch, dass die SK bei ihren Entscheidungen „Beschlüsse und Vorschläge der anderen Gremien, insbesondere der Gesamtkonferenz (Gk) zugrunde“ legt. Demnach muss die Beschlussvorlage für den Haushalt vor ihrer Verabschiedung der Gk vorgelegt werden. Die Gk kann der Sk auf dieser Grundlage eine Beschlussvorlage zur Fahrtenfinanzierung vorschlagen.

Wahrscheinlich werden Schulleitungen einwenden, dass das Gesamtbudget sehr knapp sei und bei einer Umverteilung andere wichtige Investitionen nicht getätigt werden könnten. Das mag richtig sein, kann aber nicht als Rechtfertigung dienen, die Kolleg*innen ihre Reisekosten selber übernehmen zu lassen. Dieser Einwand muss an die senatorische Behörde gerichtet werden, nicht an die Kolleg*innen.

Eine Sicherstellung der Reisekostenfinanzierung ist auch notwendig, da laut § 30 (2) BremSchVwG Entscheidungen der Schulgremien nur ausgeführt werden dürfen, wenn u. a. die haushaltsmäßigen Voraussetzungen gegeben sind. Da die Sk über die Fahrtenkonzepte entscheidet, wäre demnach ein entsprechender Fahrtenkonzeptbeschluss ungültig oder dürfte nicht von der Schulleitung umgesetzt werden, wenn der Schulhaushalt die Finanzierung der Fahrten nicht sicherstellt.

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Schule Gute Arbeit Gleichstellung Recht Artikel Bremen
news-14441 Fri, 01 Jun 2018 17:20:00 +0200 GEW Aktionen zum Thema: Gebäudesanierungen jetzt! https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gew-aktionen-zum-thema-gebaeudesanierungen-jetzt/ GEW-Landesverbände quer durch die Republik haben unter dem Motto „lerntRÄUME gestalten“ mehr Geld für eine zeitgemäße bauliche und technische Ausstattung von Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen gefordert. Schulsozialarbeit Schule Bildung weiter denken GEW Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Gute Arbeit Presse Bremen news-14325 Fri, 01 Jun 2018 17:20:00 +0200 Gutachten bestätigt: Lehrerbesoldung teilweise verfassungswidrig   https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gutachten-bestaetigt-lehrerbesoldung-teilweise-verfassungswidrig-1/ GEW fordert A13 bzw. E13 für Grundschul- und Sek. I-Lehrkräfte  Seit einigen Jahren kämpft die GEW Bremen verstärkt dafür, dass alle Grundschul- und Sekundarstufenlehrkräfte, die eine vollständige Lehrerausbildung mit erstem und zweitem Staatsexamen besitzen, nach A 13 bzw. E 13 und damit wie alle anderen Lehrerinnen und Lehrer bezahlt werden. Aktuell ist dies nicht der Fall. Grundschul- und Lehrkräfte der Sekundarstufe I sind schlechter gestellt und erhalten nur A 12 bzw. E 11. „In der Vergangenheit haben wir durch vielfältige Aktionen auf diesen Missstand aufmerksam gemacht“, so Bernd Winkelmann, Landesvorstandssprecher der GEW. „Insbesondere wurden die zuständigen Senatorinnen und politisch Verantwortlichen aufgefordert, Abhilfe zu schaffen. Lehrkräfte in allen Schulstufen haben gleichwichtige und -bedeutsame, verantwortungsvolle Aufgaben abzuleisten. Dies muss endlich anerkannt werden und sich in der Besoldung niederschlagen“, ergänzt Winkelmann. 
 
Nun liegt ein von der GEW beauftragtes Rechtsgutachten mit dem Titel: „Die rechtliche Zulässigkeit der unterschiedlichen Eingruppierung verschiedener Gruppen beamteter Lehrerinnen und Lehrer nach dem Laufbahn- und Besoldungsrecht der Länder Bremen und Hamburg aus verfassungs- und beamtenrechtlicher Perspektive“ von Prof. Dr. jur. Ralf Brinktrine von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg vor. „Dieses Gutachten besagt, dass die schlechtere Bezahlung der Grundschul- und Lehrkräfte der Sekundarstufe I in Bremen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar ist“, fasst Winkelmann zusammen: „Wir fordern die Landesregierung auf, sofort alle entsprechenden Lehrkräfte nach A 13 / E 13 zu bezahlen und werden dafür alle notwendigen rechtlichen und politischen Schritte einleiten!“ 
 
Entscheidend ist das Fazit, zu dem Prof. Dr. Brinktrine in seinem Gutachten kommt: „Die unterschiedliche Einstufung von Lehrkräften an Grundschulen und Lehrkräften in der Sekundarstufe I 
im Eingangsamt A 12 einerseits und Lehrkräften an Gymnasien im Eingangsamt A 13 andererseits, die alle nach den derzeit geltenden Ausbildungsregelungen ausgebildet worden sind, ist wegen der sowohl in Bremen als auch in Hamburg feststellbaren Vereinheitlichung der Lehrerausbildung nicht mehr überzeugend sachlich zu rechtfertigen. Sie steht deshalb in beiden Ländern mit dem Alimentationsgrundsatz sowie dem allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz nicht mehr im Einklang.“ (Gutachten, Seite 89).

Neben der Laufbahnzuordnung und den Kriterien zur Umsetzung des Alimentationsprinzips hat der Gesetzgeber auch verfahrensrechtliche Kriterien zu beachten. Er muss besoldungsrechtlich reagieren, wenn er Laufbahn- und Ausbildungsvorschriften derart verändert, dass Unterschiede zwischen den 
Ämtern verblassen. In diesem Zusammenhang kommt Prof. Dr. Brinktrine zu dem Schluss, dass die ungeprüfte Fortführung der bisherigen Einstufung von Ämtern in der Besoldungsordnung nach dem Besoldungsgesetz von 2016 zu beanstanden sei. Das Besoldungsstufensystem des Jahres 2016 
beruhe auf Grundlagen, die im Land Bremen nach dem Lehrerausbildungsgesetz von 2010 gar nicht mehr existierten. „Dies alles“, so Vorstandssprecher Winkelmann zusammenfassend, „sind eindeutige Argumente. Die Bremische Bürgerschaft ist nun gefordert.“  
 
Für Nachfragen steht zur Verfügung:   Bernd Winkelmann | 0162-9731230 

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Schule Bildung weiter denken GEW LehrerInnenbildung Gute Arbeit Gleichstellung Mitbestimmung Beamte Presse Bremen
news-7672 Tue, 08 May 2018 18:48:00 +0200 Bildung, ja! Nur nicht für alle!? https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/bildung-ja-nur-nicht-fuer-alle/ Gemeinsame Erklärung des Flüchtlingsrat Bremen und der Projektgruppe "Gute Bildung für Geflüchtete" der GEW-Bremen Education, Yes! – Only Not for Everyone!?
Joint Statement for May Day 2018 by Bremen GEW and Bremen Refugee Council

The following joint statement is being distributed at May Day rallies, in Central Bremen, Bremen North and Bremerhaven.
These rallies are usually attended by well over 5,000 people.

Education, Yes! – Only Not for Everyone!?

Poverty and deprivation are so much part of the reality of Bremen that it hardly gets noticed when some thousand young refugees finish school and are left without further support by the Bremen Education Department (Bildungsressort.)

These young people don't have any real chance of an apprenticeship and never had the same chances in education which other children and young adults had.
In the two quick years of so called careers orientation and language development classes (Berufsorientierungs- und Sprachbildungsklassen), these young people were expected to achieve the same level of education which other young people achieved after nine years of school here.

Now they're being pumped out of the system and are being forced to compete in the jobs market without an adequate level of German and without vocational qualifications.

We won't let these young people down!

The Bremen Refugee Council and the Bremen State Branch of the Union of Education and Science (GEW) jointly demand:

  1. There should be a right for young people to stay at school after they turn 18. Staying at school after this ages should be based flexibly on the student's needs. It's not possible for young people to catch up 9 years of education in 2 years. These young people must be given the time to achieve the mainstream basic high school qualification (Erweiterte Berufsbildungsreife) and a level of German at at least the B1* level!
  2. There should be educational and vocational offers for all young people who'll be leaving a vocational college this summer – so that they are not threatened with losing their immigration status with a right to remain. These stabilization offers should be based on the reality of these young people's lives so that it's possible to integrate them into the society in a permanent, sustainable and useful way.

B1* level =  a similar level to a student at A Levels in a foreign language in the UK – See https://en.wikipedia.org/wiki/Common_European_Framework_of_Reference_for_Languages

If you want to get active in our campaign please contact

bi-projekt [at] hb-bremen [dot] de

info [at] fluechtlingsrat-bremen [dot] de

Online Info (some in English) at

www.fluechtlingsrat-bremen.de/schule/

www.gew-hb.de/projekt-gute-bildung-fuer-gefluechtete/

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Schulsozialarbeit Berufliche Bildung Schule GEW Migration Bildungsgerechtigkeit Gleichstellung Artikel Stadt Bremen
news-14087 Sun, 29 Apr 2018 16:57:00 +0200 Grundschulverband: „Uns reicht es!“ https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/grundschulverband-uns-reicht-es/ Fakten statt Fake-News  Mit der vorliegenden Broschüre geht es dem Grundschulverband um die Versachlichung der Diskussion zu gesellschaftlich relevanten und sichtbaren Themen der Grundschulbildung – und um die eigentlich ausschlaggebende Frage danach, was Grundschulkinder heute wirklich brauchen. Schule Bildungsqualität Artikel Zeitschrift Stadt Bremen news-12393 Thu, 26 Apr 2018 12:35:00 +0200 Inklusion in Bildung und Politik ins Zentrum rücken! https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/inklusion-in-bildung-und-politik-ins-zentrum-ruecken/ Offener Brief/Stellungnahme des Eine Schule für Alle Bremen e.V. zur Entwicklung der inklusiven Beschulung in Bremer Schulen / Bremer Schulfrieden  

 

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Schulsozialarbeit Schule Bildungsqualität Bildungssystem Inklusion Gleichstellung Artikel Bremen Stadt Bremen
news-14061 Wed, 25 Apr 2018 09:31:13 +0200 Neues aus Bremerhaven https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/neues-aus-bremerhaven/ Flott, flott ... Teil 2 + 3 Den am 8. März eingesammelten Schrott haben wir gut sortiert und verstaut. Nach den Osterferien soll er nun den eigentlichen Adressaten übergeben werden. "Der Kommune, was ihr gebührt, dem Land das seine ", so verblieben wir vor einigen Wochen. Schule Bildung weiter denken GEW Bildungsfinanzierung Artikel Bremerhaven news-13997 Mon, 16 Apr 2018 23:59:00 +0200 Wie weiter mit dem Bremer Schulsystem? https://www.gew-hb.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wie-weiter-mit-dem-bremer-schulsystem/ Vorwort zum Schwerpunkt Schulsozialarbeit Schule Bildungsgerechtigkeit Bildungsfinanzierung Bildungsqualität Bildungssystem Artikel Zeitschrift Bremen Stadt Bremen