Darüber hinaus ist das Anwahlverfahren teilweise unsinnig oder ungerecht: Die überregionale, bevorzugte Anwahl von Oberschulen durch Kinder, die gymnasiale Standards erreichen, führt dazu, dass „attraktive“ Oberschulen zu „Ersatzgymnasien“ werden. „Hauptschüler“ werden dort zu Außenseitern. An unbeliebten Oberschulen sammelt sich der „Rest“. Die Sekundarschule lebt solange mit neuem Namen weiter, solange solche Schulen nicht ihre Qualität spürbar verbessern.
Kinder an privaten Grundschulen werden durch das neue Anwahlverfahren systematisch benachteiligt und bekommen nur noch „Restplätze“ zugewiesen.
Der ZEB fordert daher die Senatorin, Bildungsbehörde und Bildungspolitiker zum Nachsitzen auf:
„Wenn Sie nicht in den Ferien ihre Hausaufgaben machen, werden wir im nächsten Frühjahr ein Drama erleben.“ Die Senatorin muss jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, damit im neuen Schuljahr mindestens 8 zusätzliche Klassenzüge in Bremen eröffnet werden können, um die Angebotslücke zu schließen. Schulen lassen sich nicht kurzfristig aus dem Boden stampfen – schon jetzt wird die Zeit knapp.
„Wenn Sie nicht in den Ferien ihre Hausaufgaben machen, werden wir im nächsten Frühjahr ein Drama erleben.“ Die Senatorin muss jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, damit im neuen Schuljahr mindestens 8 zusätzliche Klassenzüge in Bremen eröffnet werden können, um die Angebotslücke zu schließen. Schulen lassen sich nicht kurzfristig aus dem Boden stampfen – schon jetzt wird die Zeit knapp.
Dieser Mehrbedarf entsteht durch kleinere Klassengrößen, wie sie das neue Schulgesetz vorschreibt, durch die sehr wünschenswerte Möglichkeit der Inklusion und durch einen vermehrten Zuzug von Familien mit Kindern aus dem Umland. Von der Neustadt bis nach Borgfeld, von Gröpelingen bis Hastedt, überall fehlen Schulplätze, insbesondere an Oberschulen.
Auch das Anwahlverfahren selbst braucht eine Nachkorrektur:
Um eine pädagogisch durchaus sinnvolle Durchmischung an den Oberschulen sicherzustellen, hat man ein Kontingent von 33% Kindern vorgesehen, die gymnasiale Standards erfüllen und Oberschulen überregional anwählen dürfen. Vielerorts ist die Durchmischung nicht erreicht worden. Der ZEB fordert daher, der regionalen Zuordnung Vorrang zu geben. Oberschulen sollen nur Kinder aus der Region mit erster Priorität aufnehmen, davon dann gerne bevorzugt 1/3 mit gymnasialem Standard.
Kindern von Privatschulen muss genauso ein geeigneter regionaler Vorrang gewährt werden, wie Kindern, die schon mangels Grundschulkapazitäten aus ihrem Stadtteil verbannt worden sind oder aus anderen Gründen (z.B. wegen im Stadtteil fehlender Ganztagsschulen) in andere Stadtteile pendeln müssen.
Das Recht auf wohnortnahe Beschulung gilt für alle Kinder.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Brandenburg, Sprecher der Arbeitsgruppe Anwahlen für den ZentralElternBeirat Bremen