GEW Bremen
Sie sind hier:

Zukunftsforum Lehrer*innenbildung

Kompetenz ohne Erkenntnis?

Lernen und Lehren im Referendariat in Zeiten der Standardorientierung

16.09.2016 - von Bernd Winkelmann (Landesvorstandssprecher)

Gerade erst haben die Kultusminister*innen mit ihrer Konferenz im Juni 2014 die „Standards für die Lehrerbildung“ aktualisiert und auch Bremen befindet sich in einem Verfahren, das Bremische Lehrerausbildungsgesetz „anzupassen“. Derartige Prozesse sind bekanntermaßen beschwerlich – und nun sollen die Ergebnisse nicht nur hinterfragt, sondern grundsätzlich in Frage gestellt werden.

Sonst wäre, das kann man von einer Bildungsgewerkschaft erwarten, ein anderer Titel gewählt worden. Der Titel ist aber ernst gemeint. Nicht nur, weil der Bundesgewerkschaftstag der GEW 2013 einen „Aktionsplan Lehrer*innenbildung“ beschlossen und darin eine inhaltliche Reform derselben gefordert hat, sondern auch, da sich die Widersprüche praktisch zuspitzen, und zwar zwischen Menschenbild, Bildungsbegriff, Inhaltsbeliebigkeit und Methodenprimat.

Im Vorlauf zu dieser Veranstaltung erarbeiteten Kolleg*innen aus verschiedenen Bereichen der Lehrer*innenausbildung in einem mehr als zweijährigen Arbeitszusammenhang ein 7 Aussagen umfassendes Papier, das der BLZ 5-6/2016 zu entnehmen ist. Darin deutet sich an, dass die Standards nicht zu dem führen, was wir am Dringendsten brauchen: Sinnhaftigkeit, Erkenntnis und Reflexion.
Damit dies gelingt, muss die Ausrichtung der Lehrer*innenausbildung in aller Grundsätzlichkeit aufgerufen werden. Ein Impulsvortrag wird dies mit seinen Überlegungen auf der Grundlage vielfältiger Forschungsergebnisse einleiten. Die Teilnehmer*innen der Workshops sind dann gehalten, Empfehlungen für Bremen auszusprechen.
Die Brisanz ist deutlich. Eine Anmeldung damit naheliegend.

Zurück