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Wilhelm Kaisen: „Kiek nich in Muusloch, kiek inne Sünn!“

Nicht aufgeben – kämpfen!

Aus dem Beschluss der Gesamtkonferenz der Wilhelm-Kaisen-Schule vom 18.05.2010

16.06.2010

Sehr geehrte Frau Senatorin Jürgens-Pieper,
wir wenden uns als Gesamtkonferenz an Sie, weil die widersprüchlichen Maßnahmen Ihrer Behörde zu erheblicher Verunsicherung, Fassungslosigkeit und Enttäuschung geführt haben. Dieses führt zu einer Beeinträchtigung unserer täglichen pädagogischen Arbeit, insbesondere für die KollegInnen des neuen 5. Jahrgangs.
Folgendes ist passiert:

Folgendes ist passiert:
- Am 28.04.2010 führte Herr (...) (Schulaufsicht) ein Dienstgespräch mit unserer Schulleiterin Frau (...).
- Am 29.04.2010 bat Herr (...) alle Beschäftigten zu einem Dienstgespräch um uns mitzuteilen, dass von der Senatorin geplant sei, den Schulbetrieb an der WKS in den kommenden Jahren auslaufen zu lassen,
- am gleichen Standort eine Neugründung vorzunehmen,
- neben der alten Schulleitung unverzüglich ein „Gründungsteam“ für die neue Schule zu bilden,
- dass Kollegen und Kolleginnen, die im neuen 5. Jahrgang arbeiten wollen, sich beim „Gründungsteam“ bewerben müssen.
- Aufgrund unserer Proteste (...) kam es am 04.05.2010 zu einem Gespräch unter verschiedenen Politikern, Behördenmitarbeitern und Schulleitungen.
Von diesem Gespräch berichtete uns Frau Renate Möbius (MdBB) auf unserem Informationsabend am 05.05.2010, bei dem wir große Solidarität von Eltern erfuhren. Frau Möbius sagte, dass der Plan vom Tisch sei. Auf der Deputationssitzung am 06.05.2010 haben unsere anwesenden Vertreter nichts Gegenteiliges gehört.
- Am 07.05.2010 lud Herr (...) die Jahrgangsteams des aktuellen und des zukünftigen 5. Jahrgangs zu einem weiteren Dienstgespräch. Er erklärte auf die Frage des anwesenden Personalrats, ob die Schulschließung und Neugründung vom Tisch sei, dass die Schulschließung nur eine Absichtserklärung gewesen sei. Diese Option gelte für alle gering angewählten Oberschulen. Er erläuterte, dass ein Beirat installiert werden solle, der uns in unserer Arbeit unterstützen solle.
- Am 12.05.2010 fanden zwei weitere Dienstgespräche statt:
- Frau (...) führte mit der Schulleitung ein Gespräch.
- Herr (...) führte ein Gespräch mit den beiden Jahrgangsleitern des aktuellen und künftigen 5. Jahrgangs.
- Als Ergebnis dieser beiden Gespräche stellt sich für uns folgende Situation dar:
- Die gesamte Schulleitung wird im kommenden Schuljahr nicht mehr vorhanden sein.
- Es soll ein Neustart mit neuen Gesichtern, einem Beirat und einer Planungsgruppe geben.
- Diesem Neustart soll eine noch nicht benannte Person vorstehen.

Wir empfinden diesen Umgang mit den Beschäftigten unserer Schule als extrem herabwürdigend und im Widerspruch zur Fürsorgepflicht der Senatorischen Dienststelle stehend. Wir erwarten von der Behörde einen respektvollen Umgang, der die Menschenwürde achtet.
Eine Situation ohne Klarheit über eine funktionierende Schulleitung ist für uns unerträglich. Wie soll jetzt das Schuljahr geplant werden? Wer sind sichere Ansprechpartner bei täglichen Problemen? Wird so nicht unnötig Chaos produziert und das Image unserer Schule nachhaltig beschädigt?
Grundlage der Umgestaltung unserer Schule muss das von uns erarbeitete und von Ihnen viel gelobte Oberschulkonzept sein.
Wir lassen uns nicht spalten, sondern wollen gemeinsam unsere pädagogische Arbeit leisten und die Wilhelm-Kaisen-Oberschule erfolgreich entwickeln.

Das Kollegium der Wilhelm-Kaisen-Schule

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