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Wie immer zu wenig Zeit für den notwendigen Austausch

Rund 95 Kollegeiinren und Kollegen aus dem Bereich der Schulsozialarbeit/ Schulsozialpädagogik trafen sich am 6.Februar im LIS zu einer Personalversammlung, zu der der PR-Schulen eingeladen hatte. Bevor die Versammlung offiziell begann, gab es zwischen den Teilnehmern schon intensive Debatten über ihre eigenen Arbeitsbedingungen – ein Zeichen dafür, wie oft Kollegen völlig vereinzelt an Schulen arbeiten müssen.

16.04.2013 - Personalversammlung der Schulsozialarbeiter und Schulsozialpädagogen | von Rüdiger Eckert

Kollegin Albrecht (GSO und Personalrat) griff dieses Thema in ihrem Anfangsreferat auch gleich auf und beschrieb nicht nur die historische Entstehung der Schulsozialarbeit/ Schulsozialpädagogik, sondern auch ihre immer noch währenden Kämpfe um „ressourcengestützte“ Anerkennung. Der Anspruch der Schulen, Lehrkräfte, Eltern und Kinder an diese Arbeit ist von einem Menschen alleine gar nicht zu erfüllen; sie arbeiten z.B. als pädagogische Mitarbeiter oder als Angestellte an Grundschulen, Oberschulen, Gymnasien, Berufsschulen oder in der Oberstufe.
Sie werden zuständig gemacht für (hier nur eine kleine Auswahl): Klassenklima, Liebeskummer, Drogenerfahrungen, Anti-Mobbing, Streitschlichtung, Sexueller Missbrauch, Heimunterbringung, Störung im Unterrichtsverhalten, Freizeitpädagogik, Klassenfeste, Einzelfallhilfe, Elternberatung, Cybermobbing, facebook, Inklusion … Und das oft unter Arbeitsbedingungen , die zum Himmel schreien – ein Punkt, den der Kollege Kuckero in seinem folgenden Beitrag behandelt.
Das Damoklesschwert der Arbeitsplatzunsicherheit ist aber lange nicht das einzige Problem, mit dem die Kollegen zu kämpfen haben. – Eine Kartenabfrage und anschließende Auswertung macht die weiteren „Knackpunkte“ deutlich: An erster Stelle stand natürlich die Forderung nach der „Entfristung aller Verträge“, gleich gefolgt von dem Wunsch nach „Einstellung in den ÖD“ – mit allen „Beigaben“ (ATZ, VBL, etc). Beklagt wurden „mangelnde Zusammenarbeit mit Lehrkräften“, „Fehlende Arbeitsplatzbeschreibung und unklare Strukturen“, „Zu wenig Beratungszeit“ und der „Einsatz an mehreren Schulen“ und vieles, vieles mehr.
Des Weiteren wurden Kollegen noch kurz über die Folgen der Gesetzesänderung zum Arbeitnehmerüberlassungsgesetz informiert. Auf diesen Punkt wird auf den nächsten Seiten auch noch eingegangen.
Auch am Ende der Personalversammlung hatten die Kollegen noch einen intensiven Austausch und Informationsbedarf. Auch stellte sich die im Januar gegründete Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit vor.

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