GEW Bremen
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Die GEW stark machenWidersprüche zwischen Zielen und Methoden

Vorwort zum Schwerpunkt

16.12.2018 - Wilfried Meyer

Es heißt ja »Jede Organisation ist so stark  wie ihre Mitglieder«. Die GEW als Interessenvertretung stark machen: Das ist ein Ziel. Die Mitarbeiterinnen in den Schulen und Kitas arbeiten seit Jahren an der oberen Belastungsgrenze. Immer neue Aufgaben wurden verteilt.

Problem: Zwischen unseren Forderungen, die seit Jahren gut begründet vorgetragen wurden und werden und der Macht, diese durchzusetzen, klafft eine große  Lücke. Das wird verschiedene Gründe haben.  Denen wollen wir nachgehen.

Beamte dürfen nicht streiken, die älteren »Konfliktunscheuen« gehen raus, die Jüngeren rücken sehr zögerlich nach, um für ihre Interessen einzutreten. Macht die GEW eine Politik der Stellvertretung? Wie sollen wir eigene Interessen  am  Arbeitsplatz  und  auf der Straße gegenüber der Politik durchsetzen  und wollen wir  das? Wo und wie werden diese Fragen ausreichend besprochen? Vertreten wir offensiv »eine Schule für alle« und welche Pädagogik vertreten wir eigentlich?

Politiker haben bewiesen, dass sie Bremen runtergespart haben, guckt euch in Schulen und Schulhöfen, Kitas und Fortbildungseinrichtungen um. Chaos, Ruinen, Container, kaum Personal. Haben wir  resigniert, weil  nichts besser geworden ist? Oder ist so vieles besser geworden, dass unser Einsatz überflüssig  ist?

Darüber müssen wir in die Auseinandersetzung kommen. Deshalb dieses Heft  mit  diesem Titel. Und das Titelfoto ist aktuell,  denn im Cae der Stadt Nita/Slowakei hing es auch. Natürlich hoffen wir auf Resonanz und Erkenntnisgewinn bei unseren Leserinnen und Lesern!

Es folgen  zwölf Antworten von ausgewählten Menschen – alle bildungsaffin und gewerkschaftskritisch.

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