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Wissenschaftsplan 2025Was bedeutet die zeitliche Streckung des Wissenschaftsplans 2025 für die Bremischen Hochschulen?

Veranstaltung des Bremischen Bündnisses für Wissenschaft

05.07.2021

Online Podiumsdiskussion am 5. Juli 2021, 16:00 – 18:00 Uhr

Es diskutieren die Senatorin Claudia Schilling (Wissenschaft und Häfen)
und die die wissenschaftspolitischen Sprecher*innen der fünf Bürgerschaftsfraktionen.

  • Susanne Grobien (CDU)
  • Janina Brünjes  (SPD)
  • Dr. Solveig Eschen (Bündnis 90/die Grünen)
  • Miriam Strunge (Die Linke)
  • Dr. Magnus Buhlert (FDP)

Moderation: Tim Voss (Arbeitnehmerkammer Bremen)

Alle wollen am Wissenschaftsplan als politische Grundlage festhalten und sprechen von einer zeitlichen Streckung bei der Umsetzung des Wissenschaftsplanes. Der Plan enthält viele wichtige Vorhaben, von einer Verbesserung der Betreuungsrelation über die Einrichtung gesellschaftlich relevanter Studiengänge wie z.B. Lehramt Sport oder Soziale Arbeit bis hin zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Gleichstellungsmaßnahmen.
Der dringend notwendige Ausbau der Hochschulen duldet keinen Aufschub. Das Bremische Bündnis für Wissenschaft sieht daher keine Alternative zur vollständigen Ausfinanzierung des Wissenschaftsplans 2025.

  • Wie allerdings sieht das die bremische Politik?
  • Auf welche Vorhaben kann Verzichtet werden?
  • Welche müssen auf jeden Fall umgesetzt werden?

Bei unserer Veranstaltung stellen wir die Wissenschaftssenatorin und den wissenschaftspolitischen Sprecher*innen der Fraktionen vor diese Fragen.

Zugangsdaten [hier...]

Hintergrund:

Vor wenig mehr als zwei Jahren wurde der Wissenschaftsplan 2025 beschlossen und einhellig in der bremischen Wissenschaftslandschaft begrüßt. Endlich
sollten deutliche finanzielle Aufwüchse, die Bedarfe an den seit vielen Jahren unterfinanzierten Hochschulen decken, begrenzte Aufwüchse ermöglichen und eine Annäherung an den Bundesdurchschnitt ermöglichen, z.B. bei der Betreuungsrelation. Das Land Bremen steht bei den Ausgaben pro Studienplatz deutlich an letzter Stelle im Bundesvergleich.
Nach vehementem Protest von vielen bremischen Institutionen sowie auch des Bremischen Bündnis für Wissenschaft wurden die im Februar bekannt gewordenen Kürzungsvorschläge im Wissenschaftshaushalt von 420 Millionen auf 381 Millionen nicht umgesetzt.
Die aktuellen Pläne des Senats sehen nun verfügbare Mittel für 2022 von 449 Millionen vor.  Auch diese Ansätze bleiben weit hinter den geplanten Aufwüchsen zurück, z.B. sind für 2023 lediglich 459 Millionen statt 527 Millionen vorgesehen.

Weitere Infos:

Das Bremische Bündnis für Wissenschaft wendet sich mit einem Offenen Brief an die Senator*innen und Bürgerschaftsabgeordneten und fordert die vollständige Ausfinanzierung des Wissenschaftsplanes 2025. Mehr als 2500 Unterstützer*innen dieses Briefes bringen in über 500 Kommentaren deutlich zum Ausdruck, dass die zusätzlichen Mittel dringend benötigt werden, um auch nur den aktuellen Stand an den unterfinanzierten Hochschulen aufrecht zu halten. Wenn der Wissenschaftshaushalt hinter den Vorgaben des Wissenschaftsplans 2025 zurück bleibt, droht den Hochschulen wie auch dem Land Bremen erheblicher Schaden.

Bereits am Montag, den 22. März 2021 hat eine Delegation des Bündnisses den Offenen Brief an die Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling übergeben. Nun sollen die Forderungen bekräftigt werden, indem sich Studierende und Mitglieder des Bündnisses auch direkt an die Bürgerschaftsabgeordneten wenden:

Am Mittwoch, den 24. März 2021 von 9.00-9.45 Uhr übergibt eine Delegation des Bündnisses den Offenen Brief vor der Sitzung der Bremischen Bürgerschaft in der ÖVB-Arena an eine Delegation der Bürgerschaftsabgeordneten.

Wir werden dabei in einer symbolischen Aktion erste Kommentare von betroffenen Beschäftigten und Studierenden übermittelt.


Zum Hintergrund:

Als Reaktion auf die Kürzungsideen des Senats im Wissenschaftsetat hat sich auf Initiative der DGB-Gewerkschaften ver.di und GEW das Bremische Bündnis für Wissenschaft gegründet. Das  Bündnis aus Asten und Mitgliedern von Personalräten, Betriebsräten, Hochschullehrerbund, Kollegiums-Rat Akademischer Mitarbeiter*innen der Uni Bremen, Landeskonferenz der Frauenbeauftragten der Bremer Hochschulen, Jugendverbänden der Regierungsparteien und vielen weiteren Menschen hat absolut kein Verständnis dafür, wenn den Hochschulen die im Wissenschaftsplan zugesagten Mittel verweigert werden.
 

Dominik Lange, AStA Vorstand Universität Bremen
Ulrike Schilling, Landesfachbereichsleiterin Bildung, Wissenschaft und Forschung | ulrike.schilling[at] verdi [dot] de
Ronald Gotthelf, Vorsitzender des ver.di-Fachbereiches Bildung, Wissenschaft und Forschung im Bezirk Bremen/Nord-Niedersachsen
Inge Kleemann, Organisationsreferentin der GEW Bremen Kontakt: kleemann [at] gew-hb [dot] de

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Die GEW unterstützt den Aufruf der Studierenden und ist Teil des Bremischen Bündnis für Wissenschaft