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Warnstreik beim Martinsclub für eine bessere Eingruppierung

14.02.2018

180 Mitarbeitende des Martinsclub (mc) haben heute für ca. 4 Stunden ihre Arbeit niedergelegt, um ihre Forderung nach einer angemessenen Eingruppierung zu untermauern. Aufgerufen zu diesem Warnstreik hatten die verdi und GEW.

Bremen - Die Gewerkschaften fordern in der aktuellen Tarifverhandlung die Übernahme der Gehaltsabschlüsse des Tarifvertrages der Länder (TV-L) sowie eine deutliche Aufwertung bei der Eingruppierung von Fachkräften. Diese verdienen beim MC bis zu 200 € weniger als im TV-L. „Angesichts des dramatischen Fachkräftemangels in der sozialen Arbeit ist eine Bezahlung unterhalb der Tarifgrenzen völlig unangemessen und ein Schlag ins Gesicht all derer, die nach einer qualifizierten Ausbildung auch ein angemessenes Gehalt erwarten dürfen“, betont Christian Gloede, Landesvorstandssprecher der GEW und Mitglied der Verhandlungskommission. Der heutige Warnstreik zeige, dass es ein hoch entwickeltes Gerechtigkeitsempfinden gebe. „Sollten die Arbeitgeber uns nicht ein deutliches Stück entgegenkommen, werden wir die Streiks noch ausweiten“, ergänzt Jörn Bracker, zuständiger Sekretär der mitverhandelnden Ver.di und ebenfalls Mitglied der Verhandlungskommission.

Für den 26.2. ist die nächste Verhandlungsrunde anberaumt.

Foto: Inge Kleemann, GEW Bremen

Für Nachfragen steht zur Verfügung:
Christian Gloede | Mobilnummer 0174-9790755

Warnstreik der Beschäftigten des Martinsclub Bremen e.V.

Bremen –  Die Gewerkschaften GEW und ver.di rufen alle Beschäftigten des Martinsclub e.V. am Mittwoch, den 14. Februar zu einem Warnstreik auf um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Planung:

  • ab 13.00 Uhr Sammeln vor der Geschäftsstelle des Martinsclub, Buntentorsteinweg 24/26

    Demonstration über Friedrich-Ebert.-Str., Domsheide, Violenstr., Domshof, Schüsselkorb, Herdentor, Breitenweg, Rembertiring.

  • ab 14.45 Uhr Besuch der Bildungsdeputation, Kundgebung bei der Senatorin für Kinder und Bildung, Rembertiring.

    Sie sind herzlich eingeladen, sich an den angegebenen Orten einzufinden und mit den streikenden Kolleg*innen in Kontakt zu treten.

Zum Hintergrund:

Seit dem 15. Dezember befinden sich die Gewerkschaften GEW und ver.di in Tarifverhandlungen mit dem Martinsclub Bremen e.V. Auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 09. Februar haben die Arbeitgeber kein akzeptables Angebot vorgelegt. Neben Gehaltssteigerungen fordern die Gewerkschaften in den Tarifverhandlungen eine Angleichung an den Tarifvertrag der Länder.

„Wenn Länder und Kommunen den Sozial – und Erziehungsdienst aufwerten, müssen auch freie Träger nachziehen. Voll ausgebildete Fachkräfte sollen auch beim Martinsclub endlich als solche bezahlt werden.“ fordert Christian Gloede, Landesvorstandsprecher der GEW Bremen. Nur so könnten dauerhaft Fachkräfte gefunden und gehalten werden. Hierfür müsse letztlich die Senatorin für Kinder und Bildung die Gelder bereitstellen.

„Mit diesem Warnstreik machen die Beschäftigten des Martinsclub Bremen deutlich, wie ernst es ihnen ist“, betont Jörn Bracker, zuständiger Gewerkschaftssekretär bei ver.di „Sollten die Arbeitgeber uns nicht ein deutliches Stück entgegenkommen, werden wir die Streiks noch ausweiten.“

Für Nachfragen steht zur Verfügung:
Christian Gloede | Mobilnummer 0174-9790755
Jörn Bracker | Mobilnummer 0170-2144107

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