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Schule darf nicht krank machen!

Die Personalversammlung vom 25.11. hat die Senatorin für Bildung und Wissenschaft aufgefordert, die vorliegenden Ergebnisse der Befragung zu psychischen Belastungen am Arbeitsplatz Schule (Gefährdungsbeurteilung) jetzt zielgerichtet weiter zu interpretieren und für ihre Umsetzung in Form geeigneter Maßnahmen zu sorgen.

Für die Kollegien hat der PR einen Leitfaden vorgelegt, wie mit den Ergebnissen vor Ort umgegangen werden sollte. Hieraus ein Auszug:

16.01.2010 - Zügige Umsetzung der Ergebnisse der Befragung zur Gesundheit am Arbeitsplatz Schule

1.Was kann ich an meiner Schule tun?

  • Gefährdungsbericht aushändigen lassen
  • Verantwortliche suchen, die die erste Analyse in die Hand nehmen

2. Wo finde ich meine Schule im Bericht?

  • In Teil 1 /III: Interpretation der Ergebnisse deiner Schule in Textform mit Tendenzen
  • In Teil 2: Grafiken mit konkreten Zahlen zu deiner Schule
  • In Teil 3: Freie Äußerungen aus deiner Schule

Die restlichen Teile sind für alle Schulen gleich

3.Wie lese / interpretiere ich die Daten?

Vergleich der Ergebnisse meiner Schule mit denen anderer Schulen gleicher Schulstufe, dabei besonderen Augenmerk auf negative Abweichungen richten (Teil 2)

Folgende Faktoren eignen sich besonders für eine schulspezifische Analyse:

  • Rollenkonflikte
  • Rollenklarheit
  • Erholungsmöglichkeiten
  • Qualität von Besprechungen und Konferenzen
  • Störungen im Unterricht
  • Lärm- und Stimmbelastung
  • Organisation
  • Gemeinsame päd. Vorstellungen
  • Konflikte mit Eltern/Betrieb
  • Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen
  • Leistung von Frauen und Männern gleich eingeschätzt
  • Verbale Gewalt
  • Körperliche Gewalt

Auswertung der Freitext-Anmerkungen (Teil 3)

4.Welche möglichen Maßnahmen ergeben sich daraus für meine Schule?

  • Technische Veränderungen (z.B. Dämmung, ...)
  • Organisatorische Veränderungen (Pausen- / Stundenstruktur, Stundenplan...)
  • Räumliche Veränderungen (Ruheraum, Raumgrößen ...)
  • Pädagogische Veränderungen
  • Einbeziehung Eltern, soziale Einrichtungen; Beirat ...

Jede Schule sollte ihre eigenen Daten zum Anlass nehmen, in Konferenzen oder Ausschüssen über Handlungsbedarfe zu diskutieren und möglicherweise eine differenziertere schulinterne Abfrage zu organisieren, die den Fokus auf bestimmte besonders drängende Probleme richten sollte. (Der Personalrat würde sich über entsprechende Infos freuen!)

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