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„Schulassistenten“ – was ist da los?

Bei der mit über 300 KollegInnen sehr gut besuchten Personalversammlung der Pädagogischen MitarbeiterInnen Ende November ging es hoch her. Es gab gleich mehrere spannende Themen.

16.12.2012 - Personalversammlung Pädagogische MitarbeiterInnen: | von HaJo Kuckero

Nach der Information über die neue Dienstvereinbarung, mit der der GEW-Personalrat die Bezahlung von Klassenfahrten und Kooperationszeiten für die Pädagogischen MitarbeiterInnen an Schulen durchgesetzt hat, ging es um „Mehr Geld für ErzieherInnen /Pädagogische MitarbeiterInnen an Schulen“.

Danach ging es insbesondere um das Thema „Persönliche Assistenten / Schulassistenten“ des Martinsclubs (MC). Bei diesem Thema gab es große Unsicherheiten aufgrund unvermittelter Entscheidungen der Bildungsbehörde, großer Unklarheiten über die veränderten Anforderungen durch die Inklusion und das neue Aufgabenfeld „Schulassistenten“ und die Auswirkungen auf die Arbeit der KollegInnen. Dazu hatte der Personalrat Schulen die für die „Zentren für unterstützende Pädagogik“ (ZUP) zuständige Behördenreferentin Frau Herrmann-Weide eingeladen, da die „Schulassistenten“ den ZUPs zugeordnet werden sollen. Da es auch um rechtliche Fragen ging, hatte die Bildungsbehörde ihren leitenden Juristen, Herrn von Lührte, geschickt, der die Entwicklung der Diskussion um Persönliche Assistenten und Schulassistenten darstellte und sich die Fragen und Berichte der KollegInnen zur Situation in den Schulen, mit den betroffenen Kindern und den schwierigen Arbeitsbedingungen anhören musste. Der Personalrat wird die noch offenen Fragen sowie den einstimmigen Beschluss der Personalversammlung zur Frage der Persönlichen Assistenzen und Schulassistenzen an die Bildungsbehörde weiterleiten.

Zusammenfassend wurde festgestellt, dass Veränderungen im Zusammenhang mit der Inklusion zwar nötig seien, aber nicht ohne:

  • Konzept, das mit den Betroffenen und den Interessenvertretungen gemeinsam erarbeitet wird,
  • Vorbereitung der Veränderungen durch Information, Aufklärung, Fortbildung und Qualifizierung der Betroffenen,
  • Ausreichende Ressourcen für die zusätzlichen Aufgaben, die sich durch die Inklusion und die Veränderungen ergeben,
  • Angemessene Arbeitsbedingungen, Anerkennung und Arbeitsplatzbeschreibungen für die Beschäftigten,
  • Sichere Arbeitsplätze für die Assistenzkräfte.


Entsprechend wurde auch ein Moratorium bei den geplanten und angefangenen Veränderungen gefordert, damit eine gemeinsame sinnvolle Weiterentwicklung von Inklusion und Assistenzarbeit möglich ist.

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