GEW Bremen
Du bist hier:

Professionalisierung von Anfang an:

Warum eine eigenständige Berufseingangsphase?

„Lehrkräfte sind insbesondere zum Zeitpunkt des Berufseinstiegs hoch motiviert, mit dem in der Ausbildung erworbenen Wissen Beiträge zur Innovation und zur Modernisierung von Schule zu leisten. In den ersten Berufsjahren kommt es darauf an, die hohe Motivation der Lehrkräfte für Schule aufzugreifen und zugleich bei ihnen eine Haltung zu fördern, bei der das kontinuierliche Weiterlernen im Beruf selbstverständlich ist.“ Ausgehend von diesen Empfehlungen der KMK entstand am Landesinstitut für Schule Bremen (LIS) angesichts steigender Einstellungszahlen im Jahr 2002 das dynamische Konzept zur Berufseingangsphase.

 

16.10.2011 - Die Berufseingangsphase in Bremen | von Susanne Poppe-Oehlmann

Was ist die Berufseingangsphase?

Die Berufseingangsphase (BEP) umfasst drei Jahre nach der Einstellung in den Schuldienst und bündelt Personalentwicklungsmaßnahmen speziell ausgerichtet auf die Situation neuer Lehrkräfte. Sie wird vom Landesinstitut für Schule koordiniert. Das Zusammenspiel von Senatorin für Bildung, Schulleitungen, LIS und Berufseinsteigern/-innen macht die besondere Qualität der BEP im Bremen aus.

Neben dem Engagement der Berufseinsteiger/-innen kommt den Schulleitungen im Rahmen schulischer Personalentwicklung eine besondere Rolle zu. Sie sind für die Einarbeitung und Integration der Berufseinsteiger/-innen in der Schule verantwortlich. Dazu gehören ein angemessener Unterrichtseinsatz sowie die Einbindung in kollegiale Arbeitszusammenhänge, Personalentwicklungsgespräche und die Handhabung der Dienstlich Beurteilung. Spezielle Fortbildungsangebote des LIS für Schulleitungen bieten hierbei Unterstützung.

Ausgangslage der Berufseinsteiger/-innen

Die Berufseinsteiger/-innen gehen nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung mit frischen Ideen, großer Innovationsbereitschaft und umfangreichen pädagogischen Kompetenzen in die Schulen. Gleichzeitig werden hohe Erwartungen an die neuen Lehrerinnen und Lehrer gestellt: Sie sollen guten Unterricht gestalten, aktiv an der Entwicklung der Schule mitwirken und sich schnell integrieren.„Gerade weil die Berufsanfänger/-innen nun dem ‚Ernstfall’ voller und eigenständiger beruflicher Tätigkeit und Verantwortlichkeit ausgesetzt sind, bedürfen sie der Unterstützung ..., um ihr in der Ausbildung erworbenes Handlungs- und Reflexionswissen, ihre Fachkompetenz und Innovationsbereitschaft … nutzbar machen zu können“(siehe Hericks, U.: Professionalisierung als Entwicklungsaufgabe. Wiesbaden 2006. S.26).
Hier setzen die Informations-, Beratungs- und Fortbildungsangebote des Landesinstituts im Rahmen der Berufseingangsphase an:

Angebote des LIS in der Berufseingangsphase

  • „Startsprung“
    Mit dieser Auftaktveranstaltung werden alle Berufseinsteiger/-innen von senatorischer Seite begrüßt. Dieses verbindliche, ganztägige Angebot mit Fortbildungs- und Informationscharakter wird begleitenden evaluiert und auf die spezifischen Anforderungen der Berufseinsteiger/-innen ausgerichtet. Für die Teilnahme werden die Berufseinsteiger/-innen vom Unterricht frei gestellt.
    Alle weiteren BEP-Angebote des LIS gelten ebenfalls als Fortbildung und werden speziell für die Berufseinsteiger/-innen veranstaltet.
  • „Leitfaden zum Berufsstart“
    Dieser jährlich aktualisierte Leitfaden enthält auf über 250 Seiten wertvolle Informationen, Tipps, Anregungen aus Schule und für Schule. Alle neuen Lehrkräfte erhalten den Leitfaden kostenlos.
  • Kollegiale Unterstützungsgruppen
    Die Kollegialen Unterstützungsgruppen stellen das „Herzstück“ der BEP in Bremen dar. In Fallberatungen werden Fragen und Probleme des beruflichen Alltags reflektiert und individuelle Lösungsmöglichkeiten bzw. Handlungsalternativen entwickelt. Orientiert am Bedarf der Gruppe werden spezifische Themen des Berufsstarts bearbeitet.
    Die Kollegialen Unterstützungsgruppen treffen sich unter Anleitung kompetenter Supervisoren/-innen in drei- bis vierwöchigen Abständen. Sie sind stufenbezogen oder -übergreifend organisiert und umfassen im Schuljahr ca. 30 Stunden.
  • Einzelberatung und Einzelsupervision
    Auf Nachfrage und nach Absprache ist bei besonderen Anliegen in begrenztem Rahmen Einzelberatung bzw. -supervision möglich.
  • Praxis AGs/ Pädagogisches Atelier:
    Fachdidaktische und methodische Fragen, die Entwicklung und Erprobung von Unterrichtseinheiten unter fachlich kompetenter Anleitung stehen im Zentrum.
  • Fortbildungen
    Fortbildungsreihen zu spezifischen Themen und Fragestellungen des Berufseinstiegs finden auf Nachfrage statt. Sie werden über einen Newsletter bekannt gemacht.

Kontakt und InterNet

  • BEP im Internet
    www.lis.bremen.de > Fortbildung> Personalentwicklung > Berufseinsteiger/-innen
    Auf diesen Seiten stehen wichtigen Informationen, aktuelle Veranstaltungen, Antworten auf häufig gestellte Fragen und vieles mehr!
  • Newsletter: BEP Info-Newsletter zur Berufseingangsphase
    Zu bestellen über: Ivonne Grigoleit
    igrigoleit [at] lis.bremen.de
  • Ansprechpartnerin im Referat Personalentwicklung des LIS Bremen
    Susanne Poppe-Oehlmann
    spoppe-oehlmann [at] lis.bremen.de | tele 0421/361-2503
Zurück