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Moks Bremen - Theater als Ort inhaltlicher und ästhetischer Auseinandersetzung

Geschichten auf der Bühne zu erzählen, die Kinder und Jugendliche etwas angehen, ist ein zentrales Anliegen des Moks, der Kinder- und Jugendtheatersparte des Theater Bremen. Mit den künstlerischen Mitteln des Theaters wollen wir ein junges Publikum zur ästhetischen Auseinandersetzung einladen und mit ihnen unsere Leidenschaft für das Theater teilen.

16.01.2011 - von Rebecca Hohmann (Künstlerische Leiterin Moks Bremen)

Die Inszenierungen gliedern sich nach Altersstufen. Pro Spielzeit erscheinen in der Regel zwei Produktionen für Kinder (eine für Kinder ab 5 und eine für Kinder ab 10 Jahren) und zwei Produktionen für Jugendliche (entweder ab 13 oder ab 15 Jahren). Die Berücksichtigung des Alters ist ein wesentliches Kriterium für die Auswahl des Inhalts, aber auch für die Wahl der ästhetischen Mittel. Häufig sind Schulklassen schon während der Inszenierungsphase zu Besuch, um mit den Künstlerinnen und Künstlern über Inhalt und ästhetische Umsetzung zu diskutieren. Dieser Austausch ist uns wichtig, denn er hilft uns bei der Suche nach Antworten der aufgeworfenen Fragen.

Nach jeder Schulvorstellung laden die Schauspielerinnen und Schauspieler die Schulklassen zum Dialog ein. Wenn Klassen aus unterschiedlichen Schulen sich über das Gesehene austauschen, ist es für alle spannend zu bemerken, wie gleich, aber auch wie unterschiedlich die Wahrnehmungen und Interpretationen sein können. Als ein ergänzendes Angebot gibt es zu ausgewählten Inszenierungen theaterpädagogische Vor- und Nachbereitungsworkshops.

Eine große Errungenschaft ist nach wie vor der kostenlose Eintritt für Bremer Schülerinnen und Schüler in die Vorstellungen des Moks. Dies gilt für alle Vormittagsvorstellungen und unter bestimmten Voraussetzungen auch für die Abendvorstellungen des Moks im Schauspielhaus. Diese Vereinbarung geht darauf zurück, dass das Moks 1977 aus dem (bundesweiten) Modellversuch Künstler und Schüler hervorgegangen ist und ein geringer Teil der Förderung bis heute aus dem Bildungsressort kommt. Damit wird eine so häufig geforderte kulturelle Teilhabe von jungen Menschen unabhängig vom Geldbeutel der Eltern ermöglicht.

Seit nunmehr fünf Jahren hat das Moks sein Angebot für Kinder und Jugendliche wesentlich erweitert und eine eigene Theaterschule ins Leben gerufen. Bei ‚Junge Akteure – die Moks Theaterschule‘ können Kinder und Jugendliche aus einer Vielzahl von Angeboten auswählen und selber Theater spielen. (www.jungeakteure.de)

Theater lebt von der Begegnung und vom gegenseitigen Austausch. Daher lade ich Sie herzlich ein, ins Moks zu kommen.

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