GEW Bremen
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Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung des Stadtverbandes Bremen fand am 7.Juni im Gewerkschaftshaus statt. Als Referenten waren Prof. Dr. Hans-Georg Schönwälder, Rainer Schölles und Helmut Zachau vom Team des Instituts für interdisziplinäre Schulforschung eingeladen. Sie gaben einen kurzen Überblick aus der Forschung und skizzierten weitere Untersuchungen. Kollege Schönwälder stellte einleitend Forschungsergebnisse zur Arbeitsbelastung und Möglichkeiten des Umgangs damit dar.

16.06.2012

Arbeitsbelastung und unsere Aktivitäten für Gesundheit und Entlastung

Rainer Schölles warnte vor der Individualisierung des Problems der überbordenden Anforderungen. Er stellte anhand einer Grafik die gesetzlichen Aufgaben der LehrerInnen mit jeweils vorsichtig geschätzten Zeitbedarfen an einem Beispiel dar. Er warb für ein neues Forschungsprojekt: Zeitbedarfe für unterschiedliche Aufgaben über einen längeren Zeitraum empirisch zu erheben, um zu zeigen, dass das Arbeitspensum nur durch unbezahlte Mehrarbeit oder auf Kosten der Qualität zu schaffen ist. Schon in der vorläufig geschätzten Aufgabenverteilung einer Lehrkraft stehen für die Vorbereitung einer Unterrichtsstunde im Schnitt nur 17 Minuten zur Verfügung. Die Erhebung soll weitere Argumente für die politische und rechtliche Auseinandersetzung um eine Reduzierung der Arbeitsbelastung generieren. (Siehe hierzu auch den Artikel von Helmut Zachau auf S. 18.)
In der Diskussion wurde berichtet, dass das Thema Belastung auch bei jungen Lehrkräften ein vordringliches Thema ist. Informationspolitik gerade bei ReferendarInnen sei nötig.
Es wurde gefordert, die Untersuchungen mit Aktionen/Aktivitäten zu begleiten. Oberschule und Inklusion seien wenig gewürdigte Zusatzbelastungen, die einige KollegInnen krank machen.
Nach Statistiken des Personalrats haben viele KollegInnen gerade an Grundschulen ihre Arbeitszeit reduziert, um die Anforderungen bewältigen zu können. Z.T. wird KollegInnen sogar nahegelegt, die Arbeitszeit zu reduzieren, weil der Job sonst nicht zu schaffen sei.
Auch der Umbau des Übergangssystems werde die Arbeitsbelastung an Berufsschulen und in den Klassen 7 und 10 wegen zusätzlicher Beratung erhöhen.
Aus einer Schule mit 350 SchülerInnen wurde über eine wundersame Vermehrung der Leitungsstellen von drei auf neun berichtet. Auf der einen Seite ist Geld da, auf der anderen nicht. Sind die Hierarchien wirklich im Sinne der LehrerInnen?
Rainer Schölles wies abschließend noch einmal auf das geplante internetgestützte Forschungsprojekt hin. Anonymität sei gewährleistet

Neuwahlen zum GEW-Stadtverbandsvorstand Bremen

Nach der Wahl der BLZ-Redaktion und der DGB-Delegierten wurde der neue Vorstand des Stadtverbandes gewählt. Es gab 13 Kandidaturen für elf Plätze. Aus den Bereichen Weiterbildung und Senioren konnten keine KandidatInnen gewonnen werden. Es besteht die Möglichkeit für die entsprechenden Gremien, Menschen zu benennen, die beratend an den Sitzungen teilnehmen. Gewählt wurden folgende KollegInnen:

  • Arno Armgort
  • Bianca Berger
  • Harry Eisenach
  • Michael Graf-Jahnke
  • Petra Lichtenberg
  • Wilfried Meyer
  • Irmgard Ostersehlte
  • Andreas Rabenstein
  • Cornelia Barth
  • Nadine Kühn
  • Ralf E. Streibl

Weitere Vorstandsmitglieder laut Satzung sind Christian Gloede als einer der Sprecher des Landesverbandes aus der Stadtgemeinde Bremen, sowie mit beratender Stimme Andreas Staets als Geschäftsführer und Jürgen Burger als Vertreter der BLZ.

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