GEW Bremen
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FrischluftIst der Esel erst gekrönt, wird das ganze Land verhöhnt

Trari-Trara, am Postweg da

16.05.2021 - Wilfried Meyer

„Frauen sind da… breiter aufgestellt“ (sagt Grüne im WK) Wo? An der Grundschule am Alten Postweg? Wenn man schon nicht im tektonischen Erdbebengebiet wohnt, gäbe es hier ungeahnte Möglichkeiten für ein Katastrophenszenario erster Güte. Der Schulleiter jammert schon fünf Jahre, der Kollege Erich B. erzählte schon vor acht Jahren, dass das Lehrerzimmer einzustürzen drohte.

Da entblödet sich Frau Staatsrätin Mohning nicht und bemerkt zur ganzen Misere: „Ich weiß, dass es lange dauert“! Die Aussage des Jahres der Mitarbeiterin des Jahres! Passt immer! Der dringliche Bau der Oberschule Ohlenhof plus Sanierung der Grundschule am Halmerweg hat bis jetzt 9 Jahre gewährt, „ich weiß, dass es lange dauert“. Die sogenannten Bildungstests sind seit 2004 in Bremen ganz schlecht, „ich weiß, dass es lange dauert“. Die Armut, die Bildung ja egalisieren soll, weil sie „Bildungsgerechtigkeit“ generiert, … ist in Bremen kontinuierlich angestiegen, „ich weiß, dass es lange dauert“ oder nie weggeht. Mehr Ganztagsschulen werden im Schneckentempo mit einer Ganztagsschule im Jahr enorm eingerichtet, „ich weiß, dass es lange dauert.“ Doppelbesetzung? Sie haben alle Maßnahmen „auf den Weg“ gebracht, aber sie wirken nicht, da sie nicht so greifen wie sie sich das Greifen von Maßnahmen ohne Ausstattung, ohne Räume, ohne Personal vorstellen, wenn sie eine Vorstellung hätten. Aber es steht ja eh fest, „dass es lange dauert“.

Rücktritte zuhauf

Ja, die Senatorin tritt heftig zurück. Und die Staatsrätinnen versuchen zu denken und sie denken, sie bringen irgendetwas voran. Was hilft? Ein halbes Jahr in einer Brennpunktschule mitarbeiten von 8 –16 Uhr. Hat körperliche Arbeit Beamt*innen schon jemals geschadet? Auch ohne ist immer etwas gut Bezahltes aus ihnen geworden. Dies zu ändern ist eine „große Herausforderung“ und ich fürchte, „dass es lange dauert“. Die Köpfe sind eckig und nicht rund, weil sie dann ja die Richtung auch wechseln könnten. Die Hinterteile sind auch rund und auf den A16 –17-Stühlen festgenagelt, die Befreiung aus Sesselfurzerei? „Ich weiß, dass es lange dauert“. Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber auch da gilt, „dass das Sterben lange dauert.“

In der Kirche geht es auch rund. Latzel darf wieder Wasser zu Wein predigen. Und beim katholischen Stuhlgang zur Beichte höre ich: „Du ich wollte zu Herrn Schwaderlapp und nachher noch zu Puff. Aber, au weihe, beide Weihbischöfe sind zurückgetreten“. Gott(?)seiDank? Nomen est Omen?

Pandemie-Aerosol-Match

Pawlowski ist bei Werder „Match Analyst“ und untersucht den Pawlowskistschen Reflex bei frisch getesteten, freilaufenden Wiesenhofspielern. Kannst du unbedenklich gucken. In Schule bist du Lesson Analyst! Mannschaftsarzt und Hygienebeauftragter ist Dr. Hellermann (nomen est no omen). ‚Das gemeinsame Training auf dem Platz. Das stellt nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen kein besonderes Risiko dar: „Auf dem Platz, an der frischen Luft laufen die Spieler nicht ständig durch ein und dasselbe Aerosol. Die wissenschaftlichen Daten gehen dahin, dass beim Sport im Freien keine Infektionsgefahr besteht-auch nicht bei Kontaktsportarten wie Fußball.“ (WK). Nur wir bekloppten Amateure laufen immer durch ein und dasselbe Aerosol! Wie bescheuert sind wir? Und das ist auch der Grund, Herr Vrohm vom LSB, warum bei uns nichts geht, denn alles läuft dem einen Aerosol hinterher! Kein Austausch zwischen dem Profi-Hygienebeauftragten und dem LSB oder gar der Schulbehörde. Dann wäre doch draußen schon alles offen. Kellner*innen sind nicht so doof und laufen immer durch dasselbe Aerosol. Wie man das Ding erkennt? Wir wissen es nicht und Herr Hellermann hat es nicht verraten.